Die Weltgesundheitsbehörde WHO schlägt Alarm, weil weltweit pro Jahr mehr als 7 Millionen Menschen  an den Folgen von Luftverschmutzung, welche jenseits der WHO- Grenzwerte liegt, sterben. Hauptsächlich betrifft das die ärmeren Länder in Südostasien und im Westpazifik. Da kann man aber nicht einfach sagen: „Selber schuld“, denn die reichen Industriestaaten sind mitschuldig. Deren Ersatzreligion, Wirtschaftswachstum genannt, fordert immer mehr. Immer mehr Menschen, immer mehr Produktion, immer mehr Verbrauch, immer mehr Profit, immer mehr Umweltbelastung; meist auf Kosten der Menschen in den ärmeren Ländern. Ein Beispiel: Palmöl. Das ist mittlerweile einer der wichtigsten Rohstoffe der Welt. Die weltweite Jahresproduktion beträgt momentan mehr als 60 Millionen Tonnen, Tendenz stark steigend. Um die Nachfrage stillen zu können, gibt es in den wichtigsten Produktionsländern illegale Brandrodungen für neue Plantagen in erschreckendem Umfang. Der entstehende Ruß ist einer der Gründe für die extreme Luftverschmutzung in diesen Ländern. Dazu kommt, dass auch viele Industriestaaten und aufstrebende Wirtschaftsnationen die Luft mit ungefilterten Abgasen aus der Industrie und dem Straßenverkehr belasten. Dazu gibt es immer wieder erschreckende Bilder aus China. Auch der sogenannte Hausbrand sorgt nicht nur für dicke Luft, sondern auch für Gesundheitsschäden. Solange aber so billig wie möglich produziert werden muss, werden ärmere Staaten das Problem Luftverschmutzung wegen Geldmangel kaum lösen können.

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