Frontex war einmal, jetzt gibt es die neue EU- Grenz- und Küstenschutzagentur. Der griechische EU- Kommissar Avramopoulos, zuständig für Migration, spricht gar von einem „Meilenstein“ im europäischen Grenzmanagement. Der Verein wird aber genau so unnütz oder sogar kontraproduktiv sein wie Frontex, auch wenn der slowakische Premier Fico sagt, es würde „eine neue Realität an den EU- Außengrenzen“ geschaffen. Berichtet wird von einer ständig bereitstehenden Reserve von 1.500 Mann ab Dezember, aber wie viele sind pro Tag/ pro Schicht im Mittelmeer im Einsatz?

Kommissar Avramopoulos jammert, dass das Problem der EU in der Flüchtlingskrise gewesen sei, dass man mit einer „noch nie da gewesenen Situation konfrontiert war“. Für solche Probleme gibt es einen Spruch, der da lautet: „Learning by doing“. Die EU- Kommission hat bis jetzt aber nichts anderes getan, als Sprechblasen produziert. Die Landesgrenzen in Europa mögen ja einigermaßen dicht sein – das ist aber nicht das Verdienst der EU- Kommission und auch nicht jenes der Frau Merkel, aber das Problem war bis jetzt das Mittelmeer und das wird es auch mit der neuen Agentur sein. Es werden weiterhin tausende und abertausende Illegale nach Italien „gerettet“ werden. Vielleicht jetzt noch mehr, weil Personal aufgestockt wird.

Das trifft sich gut, denn jetzt soll der neue UN- Generalsekretär nominiert werden. Vorgeschlagen ist der Portugiese Antonio Guterres und der wird von der UNO- Vollversammlung auch bestätigt werden. Guterres, der auch portugiesischer Premierminister war, war bis 2015 Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen. Wegen dieses Jobs wird man nicht erwarten dürfen, dass die Zuwanderung nach Europa abnimmt. Er wird dort weitermachen, wo Ban Ki- Moon aufhören wird: Dafür sorgen, dass Millionen von Migranten und nicht rückkehrwilligen Flüchtlingen nach Europa kommen.

Seine Heimat Portugal wird vielleicht weiter verschont bleiben.

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