Haiti, das vom Schicksal heimgesuchte Land, muss mit einer weiteren Katastrophe fertig werden. Der Wirbelsturm „Matthew“ hat mehr als 1000 Menschen das Leben gekostet, rund eine halbe Million Menschen sind obdachlos geworden, die vom Wirbelsturm betroffene Region ist durch Hochwasser, Schlammlawinen und Erdrutsche verwüstet und es drohen jetzt auch noch Seuchen. Das Land, das zu den allerärmsten der Welt zählt, hat um internationale Unterstützung ersucht.

Es ist ja wirklich wie verhext. Von der anderen Hälfte der Insel Hispaniola, der Dominikanischen Republik, hört man nichts, die dürfte vom Wirbelsturm verschont geblieben sein. Die „Dom Rep“, wie sie gerne genannt wird, ist zwar auch ein armes Land, aber der Tourismus bringt doch Geld und Arbeitsplätze, was beim ärmeren Nachbarn Haiti fehlt. Haiti ist somit weiter auf fremde Hilfe angewiesen und wird weiter hängen gelassen; so wie nach dem verheerenden Erdbeben von 2010, bei dem es annähernd 400.000 Tote gab. Weltweit wurden angeblich Milliarden an Spenden gesammelt, aber es ging bezüglich Wiederaufbau nichts weiter; das Land wurde von untätigen Hilfsorganisationen entmündigt, viel Geld floss in die Kassen dieser Helfer. Eine der am meisten kritisierten Organisationen war und ist die Clinton- Stiftung, gegen die schon lange protestiert wird. Der Vorwurf lautet auf Diebstahl, Amtsuntreue und Falschheit. Die Demonstranten fragen: „Wo ist das Geld; in wessen Taschen?“ Einer der Organisatoren der Demonstrationen sagt gar: „Erst wurden wir von einer Naturkatastrophe heimgesucht, dann von den Clintons“.

Von Milliarden an eingegangenen Spenden kam nur ein kleiner Teil der Bevölkerung zugute. Es lebten auch jetzt, mehr als sechs Jahre nach dem Erdbeben und vor dem Wirbelsturm, immer noch Hunderttausende unter unvorstellbaren Bedingungen in Notunterkünften oder unter freiem Himmel. Es ist zu befürchten, dass die Selbstbedienung der Hilfsorganisationen nach dem Wirbelsturm weitergeht und die Bevölkerung so wie bisher im Stich gelassen wird.

Artikel über die Clinton- Stiftung:

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