In einer Presseaussendung wurde über eine Studie der  Tufts University in Boston, Massachusetts zu CETA berichtet. Die Studie basiert auf dem United Nations Global Policy Model. Da das Ergebnis dieser Studie gegen CETA spricht, wurde natürlich auch nicht groß darüber berichtet. Laut dieser Studie würde CETA in Europa bis 2023 zu einem Verlust von 200.000 Arbeitsplätzen führen und in Kanada von 30.000. Auch die Ungleichheit bei Einkommen würde durch das Abkommen verstärkt werden. Die Kapitalgewinne am BIP würden steigen, die Löhne aber sinken. In Europa je nach Land und Lohnniveau bis 2023 zwischen etwa 300 und etwa 1.300 Euro jährlich, in Kanada um knapp 1.800 Euro jährlich. Es würden somit auch BIP und Steuereinnahmen sinken, und zwar auf beiden Seiten des Atlantiks.

Soviel zu den Märchen von wachsendem Wohlstand durch das Handelsabkommen und mit einem Wirtschaftswachstum durch CETA ist auch nicht zu rechnen. Im Auftrag der EU erstellte Studien errechneten einmalige Wachstumseffekte zwischen 0,003 und 0,08 Prozent des europäischen BIP. Aber sogar diese Werte sind geschönt, da von Vollbeschäftigung ausgegangen wird und auch davon, dass wettbewerbsfähige Wirtschaftsbereiche die Arbeitslosen aus den Verliererbereichen aufsaugen würden; eine absolut unrealistische Annahme und wenn, dann nur im Niedriglohn- Sektor. Um Wohlstands- und Wirtschaftswachstum geht es bei CETA also nicht, es muss somit um was anderes gehen. Um gemeinsame Standards vielleicht oder doch um Macht und Einfluss von Konzernen, um die Übernahme der Daseinsvorsorge und somit immense Einflussnahme der Konzerne in diesen Bereichen. Noch wäre Zeit, das Abkommen zu Fall zu bringen. Wenn unsere Politiker es wollten. Wie es ausschaut, wollen sie aber nicht und entscheiden sich gegen Land und Leute. Warum eigentlich?

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