Der Krieg in Syrien wird intensiviert. Die USA überlegen, ob sie direkt eingreifen sollen, auch auf die Gefahr hin, aus dem Stellvertreterkrieg in eine offene Konfrontation mit Russland zu wechseln oder weiter in der zweiten Reihe zu bleiben und Rebellen- und Terrorgruppen hochzurüsten. Mit Flugabwehrraketen und schwerer Artillerie z. B. Und natürlich, so wie bisher schon, mit vielen Militärberatern.Auch Deutschland hat eben beschlossen, sich verstärkt in den Syrien- Krieg einzubringen. Der syrische Präsident Assad sagte jetzt jedenfalls, in seinem Land liege der „Geruch des 3. Weltkrieges“ in der Luft. Es hat vielleicht nichts mit Syrien zu tun, aber der Kreml hat angeordnet, dass Russen, die im Staatsdienst oder in staatsnahen Unternehmen arbeiten, ihre Familienmitglieder nach Russland zurückschicken sollen bzw. sie zurückholen sollen.

Im syrischen Krieg geht es momentan hauptsächlich um Aleppo bzw. um den Ostteil dieser Millionenstadt. Dieser Teil der Stadt wird von Rebellen und Terroristen gehalten und und ist von der syrischen Armee und ihren Verbündeten eingekesselt und die Medienberichte konzentrieren sich auf die unter den Angriffen leidenden Bevölkerung. Jetzt hat sich der Erzbischof von Aleppo zu Wort gemeldet mit der Forderung, den Krieg zu beenden. Er sagt: „Mit aller Deutlichkeit möchte ich vor allem sagen: Schluss mit dem Krieg. Ich lebe im Westteil von Aleppo. Wir sind jeden Tag mit dem Tod, mit Raketen, Mörser- und Kanonenschüssen sowie Scharfschützen konfrontiert. Die Terroristen schießen überall. Wenn wir solche Angriffe erleiden, können wir die Täter nicht als Rebellen bezeichnen…Der Krieg forciert die Emigration. Wir sind mittlerweile ohne Jugend, ohne Zukunft. Wer wird unser Land wieder aufbauen?

Das sind unsere Forderungen, damit der Krieg ein Ende findet: 1. Schluss mit dem Waffenverkauf. 2. Der Zufluss von Terroristen über die türkische Grenze ist zu beenden. 3. Schluss mit den Gehaltszahlungen an Terroristen. 4. Die unmoralischen Wirtschaftssanktionen sind aufzuheben. 5. Helft uns, das Leben wieder aufzubauen. Unterstützt Versöhnung und Übereinkünfte zwischen den ethnischen und religiösen Gemeinschaften.“

Und der syrische Erzbischof Hindo warnt: „Wenn Assad stürzt, endet Syrien wie Libyen“.

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