Zuerst wurden alleine im vorigen Jahr um die 90.000 Asylwerber entgegen jeder Vernunft und entgegen der Gesetzgebung nach Österreich hereingelassen, ja schon fast hereingebeten, und dann begann es, sehr langsam aber doch, einigen Leuten in der Politik zu dämmern. Es begann ihnen zu dämmern, dass das auf Dauer nicht gut gehen kann. Diese späte Einsicht kommt allerdings nur deswegen, weil ja heuer schon wieder etwa 40.000 (Herr Kern mit seiner Art zu zählen kommt natürlich auf eine viel geringere Zahl) oder mehr ins Land geströmt sind und still und leise der Familiennachzug auch dazu kommt. Da ja in der Staatskasse chronische Leere herrscht und man den Asylwerbern und Zuwanderern eine angenehme Rundumversorgung angedeihen lassen will, kann sich das natürlich nicht ausgehen. Die Forderung des Innenministers, nämlich “keine Grundversorgung für Illegale” ist zumindest ein Ansatz in die richtige Richtung. Allerdings muss schon die Frage erlaubt sein, warum überhaupt laut Zeitungsartikel 3.175 Personen trotz rechtskräftig negativem Asylbescheid in Österreich leben. Ach ja; die simple Antwort darauf lautet: Österreich ist nicht fähig, diese Leute abzuschieben. Die Anzahl der Personen mit rechtskräftig negativem Asylbescheid wirft aber weitere Fragen auf, zum Beispiel: Wie kann es sein, dass von den knapp 90.000 vom vergangenen Jahr und den abgeschlossenen Fällen von heuer und den “Altlasten” der vergangenen Jahre insgesamt nicht mehr als die erwähnten 3.175 illegal in Österreich leben? Okay, ein paar Tausend haben auf Anordnung der Behörden und eventuell mit finanzieller Unterstützung Österreich wieder verlassen und abgeschoben wurden auch welche. Es kann aber trotzdem nicht sein, dass der überwiegende Teil der Asylwerber tatsächlich Anspruch auf irgend einen Aufenthaltstitel hat; außer die Politik sagt: Gebt ihnen doch Asyl, wir kriegen sie ja sowieso nicht weg. Immerhin wurde aus Ministermund mehrmals von etwa 50.000 notwendigen Abschiebungen gesprochen. Davon ist Österreich jedoch Lichtjahre entfernt und es stinkt sehr stark nach unberechtigtem Eigenlob, sich als Europameister bei Abschiebungen zu bezeichnen. Die traurige Wahrheit ist eher, dass man die Geister, die man rief, nicht mehr los wird.
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