Die EU- Häuptlinge quasseln bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit darüber, dass mit der EU der Wohlstand in den Mitgliedsländern gesichert bzw. erhöht werde. Eine Wohlfahrtseinrichtung sei dieser Verein sozusagen und die Politiker betreiben mit solchen Ankündigungen eine massive Selbstbeweihräucherung. Die Zahlen sprechen aber eine andere Sprache. 2008 waren in der EU 16,5 Prozent der Bürger von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht, jetzt sind es aber schon fast 24 Prozent. Das sind beinahe 120 Millionen Bürger und davon 25 Millionen Kinder. Das ist nicht nur ein wirkliches Armutszeugnis, das ist eine Schande und ein Nachweis des Versagens der EU- Kommission.
  Bei der Zunahme der Armut macht auch Österreich keine Ausnahme. Österreich zählt zwar laut irgendwelcher Statistiken zu den angeblich reichsten Ländern der Welt, aber die Armut ist überall anzutreffen. Trotz eines (noch) eng geknüpften sozialen Netzes. Das ändert aber nichts daran, jeder siebente Einwohner Österreichs ist armutsgefährdet und in der Mehrheit betrifft es Frauen und Kinder. Betroffen sind hauptsächlich Arbeitslose, Menschen mit Billigjobs und mit Teilzeitarbeit. Die betroffenen Erwachsenen erfangen sich kaum mehr und aus betroffenen Kindern werden betroffene Erwachsene. Das soziale Netz wird löchriger werden, da es immer mehr Nutznießer und weniger Einzahler gibt. Gruppen mit einer starken Lobby im Rücken wie diversen Hilfsorganisationen werden weiterhin gut unterstützt werden, aber dem Großteil der betroffenen Österreicher fehlt diese Unterstützung.Die sollen zusehen, wie sie zurecht kommen oder sie kommen unter die Räder.
  Bei der Armutsbekämpfung hat also nicht nur die EU- Führung versagt, sondern auch die nationalen Regierungen.
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