Der ehrenwerte Herr Martin Schulz, Präsident des EU- Parlamentes, wird ja nicht müde, mit verklärtem Blick immer wieder von den diversen Werten der EU zu sprechen. Dieser ehrenwerte Herr hat mit seiner eigenen Unterschrift bescheinigt, dass er mit Ende dieses Jahres und somit zur Halbzeit der Legislaturperiode sein Amt und seinen Sessel für einen Nachfolger aus den Reihen der Christdemokraten räumen soll. Das ist aber gar nicht nach seinem Geschmack, denn dann könnte er plötzlich ein Abgeordneter von vielen sein und er fühlt sich doch zu Höherem berufen. Er, der machtgeile Egomane (…alle Macht zu mir”) will um jeden Preis weiter EU- Parlamentspräsident bleiben und in weiterer Folge schwebt ihm vor, Juncker als EU- Kommissionspräsidenten zu beerben. Um die erste Etappe dieses Zieles, den Verbleib als EU- Parlamentspräsident, zu erreichen, ist ihm jedes Mittel recht. Werte hin und Moral her, er will den Job behalten. Deswegen versucht er es jetzt mit Stimmenkauf und ködert die Vertreter der südeuropäischen Schuldenstaaten mit einer “sanften Anwendung des Stabilitätspaktes”, damit er gewählt wird.
  Bei den Christdemokraten, also bei der EVP, wird diese Vorgangsweise natürlich nicht gern gesehen. “Es ist eine Anmaßung, dass Schulz so tut, als ob er die EU- Kommission beeinflussen könne und auch die Kommission muss sich fragen lassen, warum sie zulässt, dass Schulz den Eindruck erweckt, er könne sie bei der Anwendung von Recht in eine gewisse Richtung bringen”, sagte der der CDU/ CSU im EU- Parlament.
  Triebfeder für die Vorgangsweise von Schulz ist seine unbändige Gier nach Macht. Es ist aber eine Schande, von Moral und Werten zu sprechen und diese Tugenden dem persönlichen Machtrausch zu opfern. Es entspricht jedoch dem Sittenbild vieler Politiker. Es ist eine moralisch verkommene Clique.
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