Österreichs Politiker freuen sich, weil Deutschland in der Flüchtlingsfrage auf den Kurs der Österreicher eingeht. Damit ist vorgesehen, im Mittelmeer aufgegriffene bzw. gerettete Asylwerber nicht mehr automatisch nach Italien zu bringen, sondern direkt in ein nordafrikanisches Land zurückzuschicken. Damit soll erreicht werden, dass den Schleppern die Geschäftsgrundlage entzogen wird und es keine Tragödien mit ertrunkenen Flüchtlingen mehr gibt. Keine garantierte Ankunft in der EU mehr, kein Geschäft mehr. So lautet die Devise der geplanten Vorgangsweise. Bisher konnten die Schlepper ja eine Ankunftsgarantie abgeben, weil durch die Frontex- Schiffe die Ankunft in der EU quasi garantiert wurde. Da wurde von den Geschleppten auch in Kauf genommen, dass ab und zu tatsächlich ein Schiff sank und die Retter zu spät kamen.
  Die Deutschen wollen die Flüchtlinge also im Meer abfangen und in ein noch nicht feststehendes nordafrikanisches Land zurückschicken. Dort sollen sie dann Asyl für ein europäisches Land beantragen und bei positiver Erledigung nach Europa gebracht werden. Es soll also ein “Shuttle- Dienst” eingerichtet werden. Es wird bei diesem Plan darauf verwiesen, dass Australien ähnlich vorgeht und die Zahl der illegalen Einreisen dort mittlerweile fast bei Null ist. Es gibt aber einen riesengroßen Unterschied zwischen Australien und dem deutschen Plan: Von den abgefangenen illegalen “boat- people”bekommt niemand die Chance, auf den australischen Kontinent zu kommen. Der australische Premierminister will sogar erreichen, dass Asylwerber, die in einem anderen Staat Asyl erhalten, dauerhaft mit einem Einreiseverbot für Australien belegt werden.
  Die Australier haben ihre Lektion gelernt ; sie wissen, dass Massenzuwanderung zu Problemen führt und sie holen sich, falls überhaupt notwendig,  Arbeitskräfte auf anderen Wegen als über Flüchtlingsaufnahme ins Land; im Gegensatz zu Europa. Da wird ja trotz gegenteiliger Beweise immer noch von den von der Wirtschaft benötigten und gut ausgebildeten Flüchtlingen gefaselt. Zusätzlich haben die Australier eine kinderfreundlichere Familienpolitik und sie sind, obwohl auch hier das Gegenteil längst bewiesen ist, nicht von der “Bestandserhaltungsmigration” abhängig. Dieser UN- Plan soll ja in Europa um jeden Preis durchgezogen werden.
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