Obama hat sich in Deutschland bejubeln lassen. Er machte aber auch Werbung für Merkel und sagte: “Wäre ich Deutscher, wäre ich Merkel- Anhänger” und er betonte, er wünsche sich eine weitere Amtszeit von Merkel. Er nannte auch die EU “eine der größten Errungenschaften der Welt”. So viel Lob und Übertreibung sollten aber stutzig machen: Was bezweckte Obama zum Ende seiner Amtszeit damit? Es kommt eigentlich nur eine Sache in Frage: Seinen letzten Auftrag als US- Präsident an Merkel erteilen, nämlich TTIP durchboxen; auch mit Trump und mit der Globalisierung weitermachen. Obama wollte/ sollte ja TTIP noch in seiner Amtszeit in Kraft setzen. Das ist ihm nicht geglückt. Als Werbung dafür hat er mit Merkel in einer gemeinsamen Erklärung für eine engere Zusammenarbeit, für einen weltweiten Freihandel und für eine sozial verträgliche Marktwirtschaft plädiert. Der große österreichische Ökonom A. F. v. Hayek sagte aber schon: “…Wahr ist nur, dass eine soziale Marktwirtschaft keine Marktwirtschaft, …ist”. Das heißt aber auch, dass soziale Marktwirtschaft nicht sozial ist.
  Die Beiden sagten auch: “Eine Rückkehr in eine Welt vor der Globalisierung wird es nicht geben”. Das kann man als Feststellung, aber auch als Drohung verstehen, denn sie sagten weiter: “Wir sind unseren Unternehmen und unseren Bürgern – ja der gesamten Weltgemeinschaft – verpflichtet, unsere Zusammenarbeit zu verbreitern und zu vertiefen”. Das ist der freie Welthandel, das ist TTIP, das ist die Neue Weltordnung. Das ist es, was Obama als Auftrag an Merkel weitergegeben hat.
  Woodrow Wilson, der 28. US- Präsident, sagte schon 1917: “Wir werden mit jedem Handel treiben, ob er will oder nicht. Wer uns seine Märkte nicht öffnen will, dem treten wir die Tür ein”. Heute wird nicht mehr so direkt gesprochen, aber die Vorgangsweise hat sich nicht geändert.
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