Der französische Ex- Präsident Sarkozy hat sich in der Politik zurückgemeldet und ging mit großen Erwartungen in den Präsidentschafts- Wahlkampf, in dem lange Zeit der Bürgermeister von Bordeaux, Juppe, vorne lag. Dann kam der ehemalige Premierminister Fillon und alles war plötzlich anders. Bei der Vorwahl der konservativen Republikaner führt Fillon mit großem Vorsprung vor Juppe und der “Westentaschen- Napoleon” Sarkozy landete abgeschlagen auf dem dritten Platz. Er ist aus dem Rennen und wird sich wohl aus der Politik zurückziehen.
  Sarkozy war als Präsident umstritten. Es gab immer Gerüchte, dass sein Wahlkampf auch vom syrischen Machthaber Gaddafi finanziert wurde. Ein libyscher Geschäftsmann behauptete auch, er hätte persönlich mehrere Millionen Euro in bar an Sarkozys Kabinettschef übergeben, aber auch andere Quellen behaupten, Gelder für Sarkozys Wahlkampf übergeben zu haben. Auch ein Sohn Gaddafis forderte mehrmals öffentlich, Sarkozy soll doch die Gelder, die er für den Wahlkampf bekam, zurückzahlen und es ist sicher kein Zufall, dass die französische Justiz in der Sache ermittelt hat oder noch ermittelt.
  Diese Sache mag für Sarkozy auch der Grund gewesen sein, sich um das Präsidentenamt zu bewerben und wieder politische Immunität zu erhalten. Es mag aber auch der Grund gewesen sein, 2011 auf einen Krieg gegen Libyen und die Eliminierung Gaddafis zu drängen. Jetzt hat ihn die Vergangenheit eingeholt.
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