Die Bayern wollen ab 15. Dezember an drei Autobahn- Grenzübergängen zu Österreich rund um die Uhr kontrollieren, zumindest stichprobenartig. Es geht dabei angeblich nicht nur um vermehrte Aufgriffe von illegalen Flüchtlingen und Schleppern, sondern auch um die Entdeckung von Rauschgifthändlern, “gewöhnlichen” Kriminellen und Terrorverdächtigen. Da muss man sich aber schon fragen, warum dann nicht überall und rund um die Uhr richtig kontrolliert wird, um Deutschland sauber und sicher zu halten.
  Österreichs Innenminister Sobotka ist jedenfalls sauer und findet die lückenhaften Kontrollen der Bayern “nicht gut”. Er meint, es hätten die Kontrollen, wie Österreich sie gegenüber Ungarn ausführt, gereicht. Er will damit wohl sagen, dass man ruhig und locker jede Menge Illegale ins Land lassen darf. Wesentlich schlimmer als an der Grenze zu Ungarn ist es aber in Österreich an den Grenzen zu Slowenien und Italien, denn dort kontrolliert allem Anschein nach kein Mensch. Deutschland holt ja nicht alle Asylanten mit dem Flugzeug ab und die nicht Asylberechtigten in Österreich, die laut Kanzler Kern in der Zählung zur Obergrenze nicht berücksichtigt werden, schneit es ja auch nicht vom Himmel. Die kommen alle illegal über die Grenzen, hauptsächlich eben von Slowenien und Italien; aus einem sicheren Drittland jedenfalls. Deshalb schickt uns ja auch Deutschland Tausende zurück, weil wir sie mit den besten Wünschen durch Österreich durchgeleitet haben. Oder zumindest nicht sehen wollten.
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