Der Kampf um die noch von den IS- Söldnern und Milizen gehaltenen Stadtviertel im Osten Aleppos geht ins Finale, den Regierungsgegnern bleibt nur noch der Rückzug und Kapitulation oder die Flucht mit Zivilisten. Im Westen wird der Ruf nach einer generellen Feuerpause immer lauter; damit sich die Regierungsgegner und Terroristen in Sicherheit bringen können. Auch die sogenannten “Söldner” und “Milizen” hatten für die noch von ihnen kontrollierten Stadtteile in Ost- Aleppo eine umgehende Feuerpause verlangt.
  Was wollen diese “Söldner” und “Milizen” eigentlich? Als sie noch siegessicher auf dem Vormarsch waren, dachten sie nicht daran, jemanden zu schonen und jetzt, da es um ihr eigenes Leben geht, “fordern” sie Schonung und Feuerpause. Naja, sie fordern halt das, was ihre Unterstützer für sie auch fordern. Nach Angaben des IRK sind aber schon Kranke und Zivilisten von Regierungstruppen in den Westen Aleppos gebracht worden und die syrische Armee verlangsamt den Vormarsch in Ost- Aleppo. Zwischen Amerikanern, Russen und Syrern wird über eine Feuerpause verhandelt, um Zivilisten, Verwundete und Kranke evakuieren zu können. Das Problem sind aber die Aufständischen. Von einem Rebellenrat werden “garantiert sichere Korridore für alle” gefordert, also auch für Gotteskrieger, Rebellen, Söldner etc. Damit sie an anderer Stelle wieder zum Angriff übergehen können.
  Die Kämpfe um Aleppo dürften jedenfalls ins Finale gehen. Die westliche Allianz soll sich damit abfinden, dass der Krieg um Syrien und gegen Assad verloren ist und ihre Kriegshunde zurückpfeifen. Damit der Friede eine Chance hat. Apropos Assad: Mir ist noch das Interview mit einem syrischen Franziskanerpater in der “Krone” in Erinnerung. Der sagte damals, er danke Gott dafür, dass Assad nicht davongelaufen ist. Sonst wären sie längst alle tot. Er sagte auch, Assad wäre der einzige Garant für ein Überleben Syriens.
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