Die österreichische Botschaft lädt in Berlin zu einem „gemütlichen Beisammensein“ und was wird geboten? Es werden aus Rücksicht auf muslimische Gäste statt Weihnachtskeksen „winterliche Köstlichkeiten“ geboten. So wird es einem neugierigen Reporter von einer Mitarbeiterin der Botschaft erklärt. Ist diese Frau von allen guten Geistern verlassen? Dass bei uns viele Leute vor dem Islam nicht nur einen Kniefall, sondern einen Bauchfleck machen, ist leider eine bekannte Tatsache. Dass aber auch unser Botschaftspersonal in Europa so rückgrat- wie charakterlos sein kann, ist ein Novum.

Man darf sich nicht wundern, dass durch eine solche in keiner Weise angebrachte Rücksichtnahme bei Asylwerbern und Zuwanderern falsche Schlüsse gezogen werden. Das ist keine angebrachte Rücksichtnahme, das ist Selbstaufgabe und Verleugnung unserer Werte, unserer Tradition, unserer Moral. Es ist beschämend, dass solche Personen die Interessen Österreichs im Ausland vertreten sollen. Dem Botschafter hingegen ist Lob und Respekt zu zollen, weil er diesen Fauxpas öffentlich als „schwachsinnigen Fehler“ der Mitarbeiterin bezeichnete.

Eine Ausdrucksweise wie „winterliche Köstlichkeiten“ statt Weihnachtskeksen war z. B. im offiziellen DDR- Sprachgebrauch üblich. Dort wurden Weihnachtsengel als „geflügelte winterliche Wesen“ oder „geflügelte Jahresendfiguren“ bezeichnet. Falls die Botschaftsmitarbeiterin noch eine weitere rücksichtsvolle Umschreibung braucht.

Advertisements