Die immer sehr locker und lässig auftretende Christine Lagarde war vor ihrer jetzigen Position als Chefin des IWF „Internationaler Währungsfonds) französische Finanzministerin. Aus dieser Zeit hängt ihr auch ein Verfahren wegen Fahrlässigkeit wie ein Klotz am Bein, bei dem es um 400 Millionen geht. Jetzt war der Prozess und Lagarde ist schuldig gesprochen worden, allerdings wurde keine Strafe verhängt und das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Man muss sich das so richtig durch den Kopf gehen lassen: In der Anklage geht es um 400 Millionen; das ist ja schon was. Und Frau Lagarde wird schuldig gesprochen ohne Strafe. Muss man IWF- Chefin sein, um so behandelt zu werden? Bei der Urteilsverkündung wird sie wohl gelächelt haben, als sei nichts geschehen. Es ist ja auch nichts geschehen. Ihre Anwälte ziehen eine Berufung in Betracht. Sollte es jedoch zu keiner Berufung kommen oder bei der Berufungsverhandlung der Schuldspruch aufrecht bleiben, dann hätte der IWF eine kriminelle Chefin, da rechtskräftig verurteilt. Möglicherweise werden dann manche Leute sagen, dass das ja genau zum IWF passe. Aber kann es sich der IWF überhaupt leisten, Lagarde weiter als Chefin im Amt zu belassen?

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