Rund um den fürchterlichen Terroranschlag in Berlin ging eine Meldung über ein Ereignis fast unter, welches auch Auswirkungen auf Europa haben wird: Donald Trump ist vom Gremium der Wahlmänner jetzt auch offiziell zum neuen US- Präsidenten gewählt worden. Trump kam auf 304 Stimmen, Clinton auf 224; benötigt waren zumindest 270. Bill Clinton, der auch als Wahlmann fungierte, hat bei der Abstimmung angeblich geweint, als er für seine Frau Hillary stimmte.

Der US- Präsident wird nicht durch das Wahlergebnis bestimmt, sondern in weiterer Folge durch die Abstimmung der Wahlmänner. Da möchte man meinen, die Wahlmänner hätten sich an das Wahlergebnis zu halten. Das ist aber ein Irrglaube, sie können frei entscheiden. Clinton hat deswegen auch versucht, Abweichler zu mobilisieren, um durch die Abstimmung der Wahlmänner doch noch Präsidentin zu werden. Es gab aber insgesamt nur sechs Abweichler und davon haben vier sie nicht gewählt; eine Blamage.

Die Kombination von Wahl und Wahlmänner- Abstimmung ist auch nicht gerade das, was man als besonders demokratisch bezeichnen kann. Immerhin können die Wahlmänner das Wahlergebnis umdrehen und sagen: „Liebe Leute, was ihr gewählt habt, interessiert uns nicht. Wir machen unser eigenes Ding“. Die allerletzte Chance für Clinton besteht vermutlich darin, dass Trump vor der offiziellen Verkündung der Wahlleute- Abstimmung am 6. Jänner durch Krankheit oder Tod ausfällt.

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