Mit Unterbrechungen stand die Kölner Polizei das ganze vergangene Jahr wegen der erschreckenden Vorfälle in der Silvesternacht 2015 in der Kritik und es tauchten immer wieder neue Details auf, die das katastrophale Versagen der Politik und der Sicherheitskräfte untermauerten. Die letzte Meldung wurde erst kurz vor dem ersten Jahrestag bekannt gemacht. Darin hieß es. dass eine Sicherheitsfirma in der Silvesternacht 2015 mehrere Dutzend Flüchtlinge ohne Schulung und Ausbildung als Sicherheitskräfte einsetzte.

Nachdem das Kölner Silvesterdesaster mit hunderten Übergriffen gegen Frauen so einigermaßen aufgearbeitet wurde, ohne Konsequenzen in der Politik übrigens, kam die Silvesternacht 2016. Die Polizei war dieses Mal entsprechend vorbereitet, um die Silvesterfeiern zu sichern. Mehr als 1.500 Beamte hielten etwa 1.000 sogenannte „fahndungsrelevante Personen“, so wie schon letztes Jahr hauptsächlich Nordafrikaner, in Schach. Es gab mehrere hundert Platzverweise, einige Festnehmen und Verhaftungen sowie mehrere hundert Personenüberprüfungen. Also eigentlich gute Polizeiarbeit und trotzdem steht die Polizei massiv in der Kritik. Warum? Weil die Polizei auf sogenannten sozialen Medien für den Begriff „Nordafrikaner“ die Bezeichnung „Nafri“ verwendete. Ein Politiker hat sich darüber künstlich aufgeblasen und gemeint: „Ich halte diesen Begriff in hohem Maße für entmenschlichend… ist das eine pauschale Verurteilung einer ganzen Bevölkerungsgruppe nur nach dem Aussehen“.

Ist diesem Kerl noch zu helfen? Statt der Polizei ein Lob auszusprechen für das konsequente Vorgehen, will er sie medial anpatzen. Wenn der Kerl keine anderen Sorgen hat, ist er zu beneiden. Es ist übrigens ein Trauerspiel, wenn für eine einzige Silvesterveranstaltung mehr als 1.500 Beamte benötigt werden, um einen einigermaßen akzeptablen Ablauf zu ermöglichen. Vor ein paar Jahren hätte das niemand zu träumen gewagt.

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