In einer Tageszeitung wird gezeigt, wie eine Sternsinger- Gruppe die Nationalratspräsidentin Bures besucht. Sie betont: „Die Sternsinger halten mit großem Einsatz eine schöne Tradition lebendig und machen die Welt besser und gerechter“. Schön gesprochen, aber die Tradition wurde gebrochen; der schwarze Kaspar wurde wegdiskriminiert. Ist es gerecht, dem Schwarzen das Existenzrecht neben Melchior und Balthasar abzusprechen? Die Gruppe auf dem Foto mit Bures war nämlich ohne dem schwarzen Vertreter der Heiligen Drei Könige unterwegs.

Stellt sich die Frage, ob sich Bures eine politisch korrekte weiße Gruppe bestellt hat oder die Pfarre in vorauseilender politischer Korrektheit freiwillig einknickte und eine Gruppe ganz in weiß vorbei schickte. Es ist wohl nur mehr eine Frage der Zeit, bis im Kölner Dom, in dem die Gebeine der Heiligen Drei Könige als Reliquien verehrt werden, ganz offiziell die Knochen des schwarzen Kaspar entfernt werden müssen. Kann aber auch sein, dass es in ein paar Jahren die Sternsinger „aus Rücksicht“ gar nicht mehr geben darf.

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