Der Berlin-Attentäter hat ja, wie mittlerweile allgemein bekannt, im Zuge seiner Flucht von Berlin nach Italien noch unbehelligt fast eine halbe Europa- Rundreise absolviert, bevor er in Mailand zufällig erkannt und in der Folge erschossen wurde. Als Reaktion auf diese Flucht hat das belgische Parlament einem „Passenger Tracking System“ zugestimmt, welches ehest eingeführt werden soll und es soll bei Reisen mit Bahn, Bus und Schiff zur Anwendung kommen. Es sollen also Daten der Fahrgäste gesammelt werden, so wie das auch für den innereuropäischen Flugverkehr mit dem „Passenger Name Record“- System geplant ist. Das heißt nicht mehr und nicht weniger, als dass die vom EU- Parlament beschlossene Speicherung von Fluggastdaten auch für andere Verkehrsmittel gelten soll.

Mit diesem Gesetz werden Reiseveranstalter bzw. Reiseunternehmen verpflichtet, die Daten der Reisenden einzusammeln und weiter zu leiten, bevor ein Ticket verkauft wird. Für Belgien ist das schon fix und die Belgier wollen das für die ganze EU durchdrücken und sie werden bei EU- Bonzen im Überwachungswahn offene Türen einrennen. Ein spontaner Wochenendausflug z. B. mit der Bahn über die Grenze gehört dann wohl der Vergangenheit an. Wie war das doch gleich? Eine der vier Grundsäulen der EU ist die Reisefreiheit. Aber nur mehr mit Auflagen und Einschränkungen. Haben wir einigen schwerkriminellen und massenmordenden „Gästen“ und der Unfähigkeit von Regierungen zu verdanken. Jetzt haben wir nämlich Attentate und Einschränkungen; mit notwendigen und sinnvollen Kontrollen hätten wir wahrscheinlich nur Einschränkungen.

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