Bei der Abschiedsrede nach seiner achtjährigen Regentschaft im Weißen Haus als 44. US- Präsident flossen vor lauter Rührung die Tränen; auch bei Obama selbst. Es fällt ihm sichtlich schwer, das Weiße Haus zu verlassen. Ja, er zerdrückt ein paar Tränen und sagt auch: „Es war die größte Ehre meines Lebens, euch zu dienen“.

Es war nicht das erste Mal, dass Obama in die Kamera weinte. Vor einem Jahr stand er im Kreis von Angehörigen der bei einem Massaker erschossenen Kinder und weinte ebenfalls. Die Woche für Woche von ihm autorisierten Drohnenattacken tausende Kilometer vom Weißen Haus entfernt, denen großteils unschuldige Zivilisten zum Opfer fallen oder im Extremfall ganze Hochzeitsgesellschaften, berühren ihn weniger. War es jetzt Sentimentalität oder der Verlust der Macht, der ihn zu Tränen rührte? Vielleicht kann ihm die Rüstungsindustrie den Abschied vom Weißen Haus erträglicher machen, denn noch nie wurde so viel Geld in das Militär und in die Rüstungsindustrie gesteckt wie in der Ära Obama. Ein wenig Dankbarkeit sollte man da schon erwarten können.

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