Bundeskanzler Kern hat in der ORF- „Pressestunde“ einige heikle Themen angesprochen. Auf die Forderung der ÖVP, die Obergrenze für Asylwerber für heuer auf weniger als 20.000 festzulegen, konterte er: „…Das bringt nichts“. Absoluten Vorrang gegenüber Neuzuwanderern hätten aber Integrationsmaßnahmen für jene, die schon hier sind. Darüber, dass grundsätzlich zu viele hier sind, will er aber nicht reden. Er strebt auch eine Beschäftigungsgarantie für über 50- jährige mittels Umschulungen an. Er will auch gegen Billigfirmen und Billigarbeitskräfte aus Osteuropa vorgehen, um den österreichischen Arbeitsmarkt zu schützen und beklagt auch den Geldabfluss aus Österreich durch ausländische Firmen und Arbeitskräfte.

Da sollen sich Fachleute aber auch einmal schlau machen, wie hoch der Geldabfluss durch Asylwerber, Flüchtlinge und Zuwanderer ist; beispielsweise auch über Geldtransferfirmen und nicht nur über Banken. Das Wissen um diese Größenordnung sollte eigentlich den Umstieg auf Sachleistungen beschleunigen. Dass einzelne Ostländer auf Steuersenkungen setzen mit dem Ziel, Firmen aus Österreich wegzulocken, nannte Kern eine Wettbewerbsverzerrung der üblen Art. Bei dem Punkt sollte man aber nicht allzu laut schreien, denn der ehrenwerte EU- Kommissionspräsident Juncker hat genau das in seiner damaligen Funktion als Premier und Finanzminister von Luxemburg über Jahre sehr erfolgreich betrieben und hat die europäischen Staaten dadurch um hunderte Milliarden geschädigt, wie zu lesen war. Es war aber weder von Protesten noch Maßnahmen gegen Juncker jemals was zu vernehmen. Wenn aber gegen die Osteuropäer vorgehen, dann bitte auch gegen Juncker.

Man wird aber beim Kern- Gespräch trotzdem immer wieder daran erinnert, dass mit jedem Tag die Nationalratswahl näher rückt.

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