Da treffen sich die Reichen und Einflussreichen und Mächtigen der Welt und die Berichterstattung und öffentliche Wahrnehmung ist schaumgebremst und zurückhaltend. Die Rede ist vom Weltwirtschaftsforum in Davos in der Schweiz; es ist heuer übrigens das 47. Treffen. Vor Jahren gab es noch regelmäßig Demonstrationen gewaltbereiter Gegner, aber nicht einmal davon hört man noch was. Dabei ist dieses Treffen nach wie vor so hochkarätig besetzt,  dass die Regierungen es offiziell unter ihren Schutz gestellt haben. Österreich beispielsweise hat sich bereit erklärt, grenzüberschreitend die Luftwaffe zum Schutz des Treffens bereit zu halten.

Es ist ein Treffen von Topmanagern, Konzernbossen, Politikern und Wissenschaftlern und es wird diskutiert über wirtschaftliche, soziale und politische Entwicklungen und Probleme und globale Herausforderungen. Es werden die Weichen gestellt für zukünftige Entwicklungen, die uns alle betreffen. Es wird nach Auswegen gesucht, beispielsweise in der Euro- Schuldenkrise; immerhin sind die „Club- Med“- Staaten wie Griechenland, Italien und Frankreich pleite und haben jede Menge Probleme und die betreffen mehr als nur die Eurozone. Es kommen aber auch immer mehr Zweifel auf an der Globalisierung, der Protektionismus nimmt zu und das bereitet den Globalisten in Davos Kopfzerbrechen und der neue US- Präsident Trump entwickelt sich mit seinen Ankündigungen für viele dieser Leute zum Albtraum. Auch über die Folgen des Brexit auf den globalen Handel und die Weltwirtschaft wird in Davos intensiv gegrübelt. Es herrscht fast eine Stimmung, als würde ein neues Zeitalter anbrechen. Die lange Zeit gepredigte Devise „Wohlstand durch Globalisierung“ zieht nicht mehr. Es gibt immer mehr Verlierer durch die Globalisierung, die Einkommensschere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer mehr. Die Abkehr von der Globalisierung und der zunehmende Protektionismus macht den „Davos- Männern“, wie die Teilnehmer des Treffens genannt werden, Sorgen. Sie sehen ihre Ziele in Gefahr und sie sagen: „Die Welt steht am Scheideweg“. Turbokapitalismus und Globalisierung sind vom behaupteten Segen zum Problem geworden.

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