In Österreich gibt es für Pflegefälle in der Pflegestufe 7, das ist die höchste Pflegestufe, mit Stand von 1. 1. 2016 pro Monat ein sogenanntes Pflegegeld von € 1.688,90. Die Pflegestufe 7 setzt einen Pflegebedarf von mehr als 180 Stunden pro Monat voraus und muss häufig erkämpft und erstritten werden. Für minderjährige unbegleitet Flüchtlinge legt der Staat pro Tag € 95 auf den Tisch, das sind im Monat € 2.850 plus € 40 Taschengeld, also in Summe € 2.890. Mindestens. In Deutschland wird sogar von 3.000 bis 5.000 Euro pro Monat für jeden minderjährigen unbegleiteten Flüchtling gesprochen. Man hört aber häufig, dass Flüchtlinge beim Alter ganz unverschämt lügen, um als „jugendlich“ eingestuft zu werden, da dies Vorteile für den Flüchtling bringt, dem Staat aber immense Mehrkosten verursacht. In Dänemark beispielsweise wurde in 600 von 800 Verdachtsfällen ein Altersbetrug nachgewiesen und auch in Österreich bestätigt sich bei etwa der Hälfte der Untersuchungen, dass beim Alter gelogen wurde. Es wird aber gejammert, dass eine Altersfeststellung etwa € 1.000 kostet.

Allein aus wirtschaftlichen Überlegungen müssten die zuständigen Stellen dazu verpflichtet werden, in jedem Zweifelsfall eine Altersfeststellung durchzuführen. Die Kosten der Untersuchung wären bei Nachweis der Alterslüge, wenn der Asylwerber also kein Jugendlicher mehr ist, mit der Einsparung eines einzigen Monats locker bezahlt. Dabei geht es um wesentlich mehr als um die extremen Kostenunterschiede zwischen jugendlichen unbegleiteten Flüchtlingen und erwachsenen Flüchtlingen; Jugendliche haben auch das Recht auf Familiennachzug und dadurch entstehen wieder massive Kosten für den Staat.

Altersfeststellungen nicht durchzuführen ist also Vorschubleistung für Betrug und vorsätzliches Verschleudern von Steuergeld. In Millionenhöhe.

Advertisements