In Österreich gab es vor ein paar Tagen zeitgleich Razzien in Wien und Graz gegen „extreme Salafisten“, wie es hieß. 800 teils schwerbewaffnete Polizisten waren im Einsatz und es wurden in den letzten Tagen insgesamt 14 Männer und Frauen festgenommen. Da sind auch ein 17- jähriger Terrorverdächtiger in Wien mit Verbindungen nach Deutschland und ein 12- jähriger Mitläufer dabei, der ebenfalls unter Terrorverdacht steht. So wie es ausschaut, ist bei einigen Festgenommenen aber „die Suppe sehr dünn“.

Mit spektakulären Aktionen will man also den Eindruck erwecken, dass man dran ist an den bösen Buben und dass man eh was tut gegen den Terror und für die Sicherheit; siehe 800- Mann- Razzien. Im Fernsehen wird medienwirksam gezeigt, wie in Graz ranghohe Polizeibeamte mit Aufklebern „hausieren“ gehen. Diese Aufkleber wollen sie in Innenstadtgeschäften an die Scheiben kleben. Diese Geschäfte sollen damit als „sichere Inseln“ erkennbar gemacht werden; als Anlaufstelle bei einem Straßenraub oder wenn jemand verprügelt wird. Nur bei Tag natürlich; bei Nacht ist ja das Geschäft geschlossen. Die Sinnhaftigkeit hält sich in Grenzen und der Nutzen sicher noch mehr. Solange das Gesindel auf der Straße ist, siehe Praterstern, Westbahnhof, U- Bahn- Stationen oder andere „Hotspots“ in Österreich, geht die öffentliche Sicherheit immer mehr den Bach hinunter.

Spektakuläre Razzien mit einigen Festnahmen können vielleicht Terroranschläge verhindern. Die gefühlte Sicherheit auf der Straße wird aber damit nicht verbessert. Auch nicht, wenn zurecht gebogene Statistiken dazu veröffentlicht werden. In Österreich werden solche Probleme bis jetzt verwaltet und nicht gelöst.

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