Kanzler Kern, der die längste Zeit hauptsächlich als Ankündigungskanzler in Erscheinung trat, z. B. mit seinem „New Deal“, (hatte er den Begriff aus der Fast- Food- Werbung?) und sich auch bald nach dem Amtsantritt mit seiner neuen Zählweise für die Asyl- Obergrenze unbeliebt machte, hat weiter mit Problemen zu kämpfen. Nach der Präsentation seines „Plan A“ gab es kurze Zeit Jubel bei seinen Fans und herrschte ein wenig Euphorie. Allerdings kam gleich Gegenwind von der ÖVP und der Opposition und das Gerücht von Neuwahlen wollte nicht verstummen. Um die zu verhindern, musste er Federn lassen, denn Neuwahlen würden beide Regierungsparteien schwächen. Die Bevölkerung war und ist sauer auf die rot- schwarze „Chaostruppe“, die Bevölkerung fühlt sich schon lange vera… von dieser Regierung. Da hilft auch der neue Regierungspakt, der mit Ach und Weh und unter Druck übers Wochenende ausgehandelt wurde, nicht viel. Auch wenn alle bemüht sind, den Pakt als vollen Erfolg zu verkaufen.

Das Volksbegehren gegen CETA, TTIP und TiSA kratzt ebenfalls am Image des Kanzlers. Er, der ja ursprünglich gegen CETA war, handelte dann „Verbesserungen“ aus, bevor er endgültig einknickte und für CETA stimmte. Diese „Verbesserungen“, auch als „Beipackzettel“ bezeichnet, wurden jetzt, was aber eh schon jeder wusste, in einem Gutachten als „rechtlich nicht bindend“ eingestuft und deswegen werden die EU- Abgeordneten der SPÖ bei der CETA- Abstimmung des EU- Parlamentes im Februar dagegen stimmen. Und die Initiatoren des Volksbegehrens sind SPÖ- Bürgermeister.

Von den eigenen Leuten im Stich gelassen, beim neuen Regierungspakt Federn gelassen, bei der Bevölkerung nicht mehr als „Lichtgestalt“ gesehen. Der Glanz verblasst.

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