Der neue US- Präsident Trump hat in seiner erst ein paar Tage dauernden Amtszeit nicht nur die islamische Welt, sondern auch große Teile der westlichen Welt gegen sich aufgebracht. Grund ist die von ihm verhängte Einreisesperre in die USA für 90 bzw. 120 Tage für Muslime, hauptsächlich aus jenen sieben Ländern, die unter Bush und Obama von den USA mit Bomben „demokratisiert“ wurden. Das sind übrigens nicht jene Länder, aus denen die 9/11- Attentäter kamen.

Im Zuge dieser Einreisesperre kommt aber auch Interessantes zu Tage, was Österreich betrifft. In den Medien ist nämlich jetzt zu lesen und zu hören, dass davon auch zehntausende Österreicher mit Doppelstaatsbürgerschaft betroffen sind; z. B. etwa 35.000 Iraner, wie es heißt. Da hat man uns immer weisgemacht, dass die österreichische Staatsbürgerschaft ein kostbares Gut sei und Doppelstaatsbürgerschaft gäbe es nur unter bestimmten Voraussetzungen und in Ausnahmefällen und plötzlich erfährt man, dass die Wahrheit ganz anders ausschaut. Eigentlich sollte die Staatsbürgerschaft eine „Entweder- Oder“- Sache sein und nicht eine „Sowohl-  als auch“. Entweder Österreicher oder Nicht- Österreicher und nicht sowohl Österreicher als auch (z. B.) Türke. Das hat nämlich einen bitteren Beigeschmack; es entsteht der Eindruck, als könnten sich die Doppelstaatsbürger die Rosinen aus dem Kuchen picken und auch, dass die österreichische Staatsbürgerschaft jedermann nachgeworfen, quasi verramscht wird.

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