Ein Ball ist angesagt und 2700 Polizisten werden aufgeboten, um das Ärgste zu verhindern. Es geht nur um den rechten Akademikerball in Wien, aber der reizt linkslinke und anarchistische Horden bis zur Weißglut. Um Gewalttätigkeiten, Brandstiftungen und Chaos wie 2014 zu verhindern, wird dieses Mal noch mehr Polizei eingesetzt.

Könnte sich vielleicht bei der Polizei oder im Innenministerium jemand dazu aufraffen, bei ausbrechender Gewalt und Zerstörungswut auf Seiten der Demonstranten/ Chaoten/ Gemeingefährder doch einmal Wasserwerfer einzusetzen? Es müsste doch möglich sein, die „Betriebstemperatur“ der vorsätzlichen Körperverletzer und Hitzköpfe soweit abzusenken, dass sie zur Vernunft kommen. Natürlich nur nach laut und deutlich vernehmbarem Hinweis, dass in Kürze die Wasserspiele eröffnet werden und selbstverständlich erst, nachdem die Oberleitungen der Öffis nicht mehr stromführend sind. Somit hätten jene, die nur friedlich und gesittet demonstrieren wollen, die Möglichkeit, sich vom „harten Kern“ abzusetzen. Bei solchen „Veranstaltungen“ (da ist nicht der Ball gemeint) muss man sich auch fragen, ob denn das Vermummungsverbot aufgehoben ist. Man hat nämlich den Eindruck, dass Vermummung da zum guten Ton gehört. Man muss sich aber auch fragen, warum in Österreich Ballgäste, aber auch Parlamentarier, ungestraft öffentlich als „Nazi“ bezeichnet werden dürfen. Und noch eine ganz banale Frage: Kommt eigentlich wer für angerichtete Schäden auf oder bleiben die Betroffenen drauf sitzen, weil sie als „höhere Gewalt“ abgelegt werden?

Vielleicht erübrigen sich aber die ganzen Gedankenspiele. Vielleicht beherzigen die seriösen Demonstranten mitsamt den Kriminellen in ihren Reihen den Appell des neuen Bundespräsidenten Van der Bellen, keinen Krawall zu machen und die Ballgäste doch tanzen zu lassen. Vielleicht wird statt dessen ein Kerzerlmarsch veranstaltet.

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