In einigen Medien wird vermeldet, dass Österreich bei Abschiebungen in der EU „deutlich führend“ ist. Das betont auch Innenminister Sobotka. Er sagt, Österreich ist derzeit das konsequenteste EU- Land bei Abschiebungen von Menschen ohne Bleiberecht und weist darauf hin, dass im vergangenen Jahr 10.600 Personen ohne Bleiberecht abgeschoben wurden. Man sollte aber schon so ehrlich sein zu sagen, dass sehr viele freiwillig in ihr Herkunftsland zurückkehrten; meist auf den Balkan. Sobotka spricht natürlich auch nicht von den mehr als 40.000 Flüchtlingen, die in den letzten Jahren in Österreich untergetaucht und nicht auffindbar sind.

Diese Jubelmeldung über die Abschiebungen ist ja recht und schön. Es dürfte aber noch immer nicht in die Köpfe der PolitikerInnen vorgedrungen sein, dass eine konsequente Grenzkontrolle wesentlich sinnvoller sowie Kosten und Ärger sparender ist als zuerst alle hereinlassen und dann mühsam und wenig erfolgreich abzuschieben. Gut vorbeugen ist allemal besser als schlecht heilen. Solange die EU- Kommission nicht fähig ist (weil sie nicht willens ist), die Außengrenzen zu schließen und die Küstenwache mit NGO´s fleißig Flüchtlinge „importiert“, muss das eben an den Binnengrenzen erfolgen. Dabei sollte nicht darauf vergessen werden, diversen NGO´s als Fluchthelferorganisationen auf die Finger zu klopfen.

Advertisements