In Kiew, in der Ukraine, war jetzt trauriger Jahrestag des Maidan- Putsches von 2014, durch den der demokratisch gewählte Präsident Janukowitsch zur Flucht gezwungen wurde und es im Zuge von offiziell immer noch nicht geklärten Schießereien mehr als 100 Tote gab; auf Seiten der Demonstranten wie der Sicherheitskräfte. Die Mörder laufen noch immer frei herum. Jetzt ging es, vielleicht wegen des Jahrestages, wieder los. Rechtsextreme Nationalisten randalieren in Kiew, liefern sich Straßenschlachten mit der Polizei und fordern ein Ende der Beziehungen zu den Separatisten- Republiken Luhansk und Donezk im Osten der Ukraine. Pech nur für die Randalierer, aber auch für die ukrainischen Bürger, dass die in Kiew und im Rest der Ukraine benötigte Kohle aus dem Donbass, also aus den Separatisten- Republiken, kommt. Diese Lieferungen werden seit Wochen von den rechtsextremen Radikal- Nationalisten blockiert; die Regierung musste schon den Energie- Notstand ausrufen. Anscheinend ist sie nicht mehr Herr der Lage und hat die Nationalisten nicht im Griff. Die Nationalisten verlieren allerdings auch den Rückhalt in der Bevölkerung, sofern sie noch welchen hatten.

Der 2014 vom Westen angezettelte und unterstützte Putsch in Kiew (zur Erinnerung: die US- Vize- Aussenministerin Victoria Nuland mit ihrem Sager „F… the EU…“, der damalige deutsche Außenminister Steinmeier sowie der polnische und der französische Außenminister und ein Vasall namens Klitschko, der heute Bürgermeister von Kiew ist, waren die Hauptakteure), lief nicht ganz so wie geplant. Es gibt auch den damals auf US- Wunsch eingesetzten und von Merkel, der EU und den USA verhätschelten Neonazi- Premierminister Jazenjuk nicht mehr. Die Ukraine ist heute wirtschaftlich am Ende und hängt am Tropf von EU und IWF.

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