Wie zu lesen ist, will Ungarn im Frühjahr, sobald das Wetter es zulässt, mit dem Bau eines neuen Zaunes an der serbischen Grenze beginnen. Es wird nämlich befürchtet, dass mit Beginn der wärmeren Jahreszeit wieder hunderttausende Flüchtlinge versuchen werden, über den Balkan nach Westeuropa und speziell nach Deutschland zu kommen. Ungarn bietet für Flüchtlinge und Migranten wenig Anreize; das zeigt sich an der niedrigen Zahl von Asylanträgen. Trotzdem sorgt die Regierung dafür, dass es zu keinen illegalen Grenzübertritten kommt und die ungarischen Bürger können sich darauf verlassen, dass dieses Versprechen der Regierung eingehalten wird. Asylanträge können bzw. müssen an der Grenze gestellt werden und dort ist auch die Entscheidung darüber abzuwarten. Ungarn will sich auch in Zukunft gegen die Probleme durch ungeregelte Massenzuwanderung schützen. Es wird ja von verschiedenen Stellen davor gewarnt bzw. darauf hingewiesen, dass angeblich etwa 6 Millionen Menschen darauf warten, das Mittelmeer zu überqueren und nach Zentraleuropa zu migrieren. Das soll erfolgen über Italien nach Österreich bzw. durch Österreich nach Deutschland oder über die angeblich geschlossene Balkanroute, die an der ungarischen Grenze dann tatsächlich geschlossen sein soll. Auch Slowenien fürchtet sich schon vor der neuen Massenmigration. Der Regierungschef sagte dazu, auf 2015 anspielend: „Die EU darf nicht zulassen, dass sich die Situation wiederholt“. Und weiter: „Wenn ein Land nicht genug Kapazitäten hat, um die Menschen zu integrieren, dann werden sie an den Rand der Gesellschaft gedrückt. Das ist weder für die Flüchtlinge noch für das Gastland gut“.

Einige Politiker sehen das richtig. Andere wollen es nicht sehen und tun ganz überrascht, wenn es dann Probleme gibt. Die Bevölkerung wird aber nicht ewig zuschauen.

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