Es hat sich schon lange abgezeichnet: Durch die katastrophale Null- Zins- Politik der FED geht nicht nur Banken, sondern auch Versicherungen und Pensionsfonds die Luft aus. Jetzt ist es so weit; der erste US- Pensionsfonds einer Gewerkschaft ist pleite. Es droht aber hunderten anderen Fonds ebenfalls die Zahlungsunfähigkeit und somit Millionen von Amerikanern die Altersarmut, da sie bei Pleite des Fonds keine Pensionszahlungen mehr erhalten; sie werden ihre jahre- oder jahrzehntelangen Einzahlungen verlieren. Es geht nämlich auch den Versicherern der Fonds das Geld aus, auch sie sind von Insolvenz bedroht.

Die Größenordnung dieses Problems ist gigantisch. Die Unterfinanzierung der Pensionsfonds nur für Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst der Bundesstaaten beläuft sich laut Studie einer Großbank auf bis zu 3 Billionen Dollar! Einige Fonds mussten die Rentenzahlungen schon kürzen oder sogar einstellen, um einen Kollaps zu vermeiden. Das ist schlimm. Schlimmer ist, dass staatliche Sicherungsfonds, welche angeschlagene Pensionsfonds auffangen sollen, ebenfalls so gut wie pleite sind. Bei unveränderter Situation ist es spätestens 2025 so weit; das ist aber sehr optimistisch gerechnet. Am schlimmsten ist, für uns alle, dass Europa genau die gleichen Probleme hat. Schließlich haben wir, „dank“ EZB und Draghi, ja ebenfalls eine Niedrig-, Null- und Negativzinspolitik. Die Gründe für diese verrückte, ja fast wahnsinnige Politik diesseits und jenseits des Atlantiks sind die irren Staatsschulden und deren Bedienung. Es ist nämlich ein riesiger Unterschied, ob der Staat, also der Steuerzahler, z. B. 0,5 Prozent oder 3 Prozent für seine Schulden bezahlen muss. Die Bürger werden allerdings zuerst wegen der Nullzinspolitik nach und nach enteignet und dann um ihre Altersversorgung gebracht. Aber das ist einkalkuliert.

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