Da gibt es jetzt Jubelmeldungen wegen der laut Statistik stark gesunkenen Zahl der Asylanträge in Österreich für Jänner und Februar 2017. Nur; sind die gerechtfertigt? Insgesamt wurden also 4.302 Anträge gestellt und unabhängig vom Asylantragsdatum wurden 3.774 Personen zum Verfahren zugelassen; für 2017 wurden von der Regierung 35.000 zugelassene Anträge als Obergrenze festgelegt.

Es kamen also trotz wochenlanger eisiger Temperaturen im Schnitt täglich mehr als 70 Flüchtlinge und Migranten. Das heißt, dass unsere Grenze nach wie vor offen ist wie ein Scheunentor. Das heißt aber auch, dass mit Beginn der warmen Jahreszeit die Zahl der ankommenden Flüchtlinge sprunghaft ansteigen wird. Dass die Obergrenze nicht einmal annähernd erreicht wird, sollte also nicht als sicher angenommen werden. Außerdem wird viel verschleiert. Im Zeitungsartikel wird erwähnt, dass es für Antragsteller aus einigen Ländern heuer noch keinen einzigen positiven Asylbescheid gab. Das heißt aber, dass es sehr wohl negative Bescheide gab, Also, Herr Innenminister; sind diese Leute etwa nicht mehr hier? Die Rede ist immer nur von der Anzahl der zugelassenen Anträge. Damit wird den Österreichern Sand in die Augen gestreut um nicht zu sagen, sie werden belogen. Wo sind die Menschen, deren Anträge nicht zugelassen werden? Die lösen sich nicht in Luft auf, die sind fast alle in Österreich, aber über die spricht man nicht mehr. Sie sind eben hier, so wie auch fast alle negativ Beschiedenen. Sprechen wir da von Tausenden oder gar von Zehntausenden, welche die Vorzüge des österreichischen Sozialstaates genießen? Übrigens; soweit ich mich erinnere, wurden 2016 etwa 14.000 Anträge „hinübergeschoben“ auf 2017 und sollen erst in diesem Jahr zum Verfahren zugelassen werden. Mit diesen Fällen wird es bei der Obergrenze aber gleich ganz anders ausschauen. Von diesen „Dublin- Fällen“ hört man aber nichts mehr.

Also Aufklärung, Herr Innenminister, und keine Tricksereien mehr wie bei den Hütchenspielern. Davon haben die Österreicher schon genug hinnehmen müssen. Und falls Sie „unerwünschte Gäste“, z. B. aus Nordafrika, nicht mehr loswerden, dann sorgen Sie dafür, dass keine ins Land kommen. Das sind Sie den Österreichern schuldig.

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