Eine kleine Grafik in der „Krone“ zeigt Großes auf. Im Text zur Grafik wird z. B. erklärt, dass Österreich im Jahr 1962, also vor fast 55 Jahren, zuletzt einen Budgetüberschuss erwirtschaftet hat. Seither gab es nicht einmal echte „Nulldefizite“, sondern Jahr für Jahr mehr oder weniger neue Schulden. Meist leider mehr. Die Grafik zeigt, dass sich von 1961 bis 2016 das BIP um das 25,1 fache erhöht hat, die Schulden aber um das 124,2 fache gestiegen sind. 1962 lag die Staatsverschuldung bei 12,3 Prozent des BIP; ohne die Verschuldung an die Notenbank sogar nur bei 10 Prozent und war geringer als bei vielen anderen Ländern. Heute beträgt sie um die 86 Prozent oder in absoluten Zahlen mehr als 293 Milliarden Euro und ist in Prozent höher als bei vielen anderen Ländern. Dabei wird gerne verschwiegen, dass in den letzten Jahren und Jahrzehnten sehr viel des „österreichischen Tafelsilbers“, also öffentliches Gut wie staatliche Unternehmen, zum Zwecke des Schuldenabbaues verkauft wurde. Es wurden auch mehrere hundert Tonnen Gold aus Staatsbesitz verscherbelt, um die Optik bei den Staatsschulden etwas zu verbessern.

Was soll man von Regierungen halten, die uns Staatsbürgern und Steuerzahlern bis heute eine Pro- Kopf- Verschuldung von fast 40.000 Euro aufs Auge gedrückt haben und uns dann unverschämter Weise einreden wollen, wie gut Österreich doch dasteht? Dabei verschlingt die Zinslast für die Staatsschulden alleine jährlich mehr als 7,5 Milliarden. Mit dem Geld könnte man Sinnvolleres machen; wenn die Schulden nicht so hoch wären. Den von uns gewählten Parteien ist um unser Geld nichts zu teuer. Das sieht man am regelmäßigen jährlichen Budgetdefizit und an den neuen Schulden.

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