Die Holländer haben gewählt und alle sind erleichtert. Die Niederländer, weil sie es hinter sich haben. Die EU, weil sie angeblich Angst hatte vor dem Ergebnis. Und Merkel, weil sie hofft, dass es bei der deutschen Wahl im Herbst der AfD ähnlich ergeht wie jetzt Wilders; dass sie unter den Erwartungen bleibt. Lag doch der „Gottseibeiuns“ Geert Wilders mit seiner Freiheitspartei in den Umfragen voran oder zumindest gleichauf mit der rechtsliberalen Partei von Ministerpräsident Rutte. Dass aber das mit den Umfragen vor einer Wahl so eine Sache ist, weiß man schon lange. Es gibt in den Niederlanden noch kein offizielles Ergebnis, aber aussagekräftige Auszählungsergebnisse und die besagen: Vorne gibt es nur Verlierer. Der von den linken Medien und der linken Politik in Europa, da gehören auch die meisten sogenannten Konservativen dazu, als Sieger hochgejubelte Ministerpräsident Rutte ist zwar mit großem Vorsprung Erster geworden; er kommt wahrscheinlich auf 33 Sitze. Er hat aber somit 8 Sitze oder etwa 20 Prozent verloren. Bei anderen würde man da von „vom Wähler abgestraft“ sprechen. Auch Wilders als Zweiter ist ein Verlierer, da er seine eigene Erwartung nicht erfüllen konnte, mit vermutlich 20 Sitzen weit vom ersten Platz weg ist und ihm der zweite Platz noch streitig gemacht werden kann. Allerdings ist Wilders zugleich Gewinner. Bisher hatte er im Parlament 12 Sitze, er verbesserte sich um 8 Sitze oder mehr als 60 Prozent! Komplett „zerbröselt“ hat es die Sozialdemokraten. Sie fielen von 35 auf jetzt 9 Sitze.

Die Regierungsbildung wird schwierig werden, da für eine neue Regierung wahrscheinlich 5 Parteien zusammengehen müssen. Eines ist aber schon sicher, es gilt: Alle gegen Einen; alle gegen Wilders. Sicher ist auch, dass es Rutte nicht geschadet hat, dass er, gemeinsam mit Merkel, jährlich bis zu 250.000 moslemische Flüchtlinge aus der Türkei in die EU holen wollte. Vielleicht haben das aber die Leute nicht gewusst.

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