Die EU ist ein zwiespältiges Wesen. Auf der einen Seite werden immer wieder „die Werte“ betont und Menschen- und demokratische Rechte sogar von guten Freunden eingefordert und von Demokratie und Meinungsfreiheit gesprochen und davon, dass diese Werte verteidigt und sogar exportiert werden. Die EU ist auch gegen die Todesstrafe allgemein und stolz darauf, dass es in der EU kein Land mit der Todesstrafe gibt. Die EU hat sogar, wie jetzt in einem Artikel zu lesen war, schon 2011 ein Exportverbot für Produkte verhängt, die für Hinrichtungen benutzt werden können.

Die EU hat aber zwei Gesichter; wie der Januskopf. Auf der einen Seite betont sie also ihre humane Einstellung, wie eben ein Exportverbot für Bestandteile von Giftspritzencocktails. Mit diesen Giftspritzen werden in den USA z. B. verurteilte Mörder hingerichtet. Die EU bzw. einzelne Mitgliedstaaten haben aber auf der anderen Seite keine moralischen Bedenken oder Skrupel, jede Menge Waffen an kriegsführende Staaten zu verkaufen. Es gibt auch keine Bedenken, beste freundschaftliche und geschäftliche Beziehungen zu Ländern mit der Todesstrafe zu pflegen. Auch die Unterstützung von Putschen wie z. B. in der Ukraine oder von Rebellen und Terroristen wie in Syrien ist anscheinend nichts Ehrenrühriges, genau so wenig wie die Teilnahme an durch nichts gerechtfertigte Kriege wie z. B. im Irak oder die kriegerische Zerstörung Libyens. Politische und wirtschaftliche Interessen stehen auch in der sich selbst gerne lobenden EU über der Moral.

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