Das niveaulose politische Schauspiel um zusätzliche Flüchtlinge ja oder nein läuft darauf hinaus, dass erstens möglichst viel Zeit verplempert werden soll, bis es zu einer Entscheidung kommt. Die wird ja als Antwort auf einen Brief erwartet, den Bundeskanzler Kern irgendwann in nächster Zeit nach Brüssel schicken will. Dass in dieser Zeit noch sehr viele Flüchtlinge über die ungarische und italienische Grenze nach Österreich kommen, ist eine ganz andere Geschichte. Zweitens kristallisiert sich immer deutlicher heraus, dass unsere ehrenwerten Regierungsmitglieder die Meinung vertreten, dass Österreich noch viel mehr Flüchtlinge braucht. Es werden, so wie es ausschaut, auch immer mehr Wortspielereien betrieben, um die Bürger zu verwirren und zu täuschen. Hieß es doch bisher „Resettlement- Programm“, wenn es um die aufgezwungene Aufnahme von Flüchtlingen ging, so spricht man jetzt von einem „Relocation- Programm“. Hat man die Zwangsverteilung umbenannt oder laufen parallel zwei Programme zur Ansiedlung von Flüchtlingen in Österreich? Sind die vom ehemaligen EU- Parlamentspräsidenten Schulz oftmals angesprochenen 160.000 Flüchtlinge gar ein drittes Umverteilungsprogramm? Wer sagt übrigens, Österreich hätte bisher keine „Resettlement- Fälle genommen“? Auf der Seite „bmi. gv. at“ kann man nachlesen: Im Jahr 2016 gab es 42.073 Asylanträge (also nicht weniger als 37.500), davon 174 „Resettlement- Fälle“. Im Jahr 2015 gab es 88.912 Asylanträge und davon 761 „Resettlement- Fälle“. Im Jahr 2014 gab es 28.027 Asylanträge und 388 „Resettlement- Fälle“.  Es gab und gibt also „Resettlement- Fälle“.

Es ist übrigens kein Wunder, dass laut einer Umfrage etwa 40 Prozent der Österreicher Angst vor Altersarmut haben und es ist auch nicht verwunderlich, dass diese Angst bei den Jüngeren ausgeprägter ist als bei den Älteren. Von den Deutschen liegen übrigens ähnliche Ergebnisse vor. Flüchtlinge kosten eben viel Geld und Arbeitslose ebenfalls und beide Gruppen tragen nichts zur Systemsicherung bei und die unverantwortliche Nullzins- Politik der EZB gibt dem System den Rest. Die Altersvorsorge am Sparbuch schmilzt dahin und die Pensionsversicherer können kaum noch Erträge erwirtschaften. Den Jüngeren ist klar, dass die negativen Folgen in erster Linie sie zu spüren bekommen werden.

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