Herr Schabhüttl hat mit seinem Buch „Brennpunkt Traiskirchen“ über die Zustände im Flüchtlingslager einen wunden Punkt berührt und er hat gut daran getan, mit der Veröffentlichung bis zu seiner Pensionierung zu warten. Man muss ihm aber zu seinem Mut gratulieren. Es ist nicht jedermanns Sache, wissentlich in ein Hornissennest zu stechen. Herr Schabhüttl sagte ja ganz richtig: „Es ist Zeit, ein paar Wahrheiten auszusprechen, die in den vergangenen Jahren niemand hören wollte…“ Dass sich dadurch einige Leute und Organisationen auf die Zehen getreten fühlen und jetzt aufheulen, ist kein Wunder und war zu erwarten.

Ob es jetzt ein profilierungssüchtiger roter Bürgermeister, ranghohe Politiker fast aller Farben, vermeintlich selbstlose Hilfsorganisationen, die zuständige Betreuerfirma des Lagers oder ein plötzlich unsichtbar gewordener Koordinator ist bzw. sind : Bei allen steht das eigene Wohl und/oder Profilierungssucht im Vordergrund. Und außerdem: Zahlt eh alles der Steuerzahler! Für Herrn Schabhüttl fallen mir spontan zwei Zitate ein: „Ein Mann, der die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd“ und: „Viel Feind, viel Ehr“.

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