Es ist schon eine Weile her, dass über ein drohendes Bargeldverbot diskutiert wurde. Im Zuge der Diskussion wurde auch gefordert, ein Gesetz gegen eine Einschränkung oder ein Verbot des Bargeldes zu erlassen. Die Politik zeigte damals, was selten vorkommt, Rückgrat und verweigerte ein solches Gesetz. Gemeinsam mit dem Nationalbank- Gouverneur wurde beschwichtigt. Das sei doch gar nicht nötig, hieß es. Das seien doch Verschwörungstheorien und niemand denke daran, das Bargeld einzuschränken oder abzuschaffen. Niemand brauche sich deswegen Sorgen zu machen, wurde erklärt. Plötzlich ist aber alles anders. Es muss, wie sollte es auch anders sein, wieder einmal der Kampf gegen Terrorfinanzierung und Geldwäsche herhalten. Deshalb will die EU- Kommission eine EU- weite Begrenzung von Bargeldzahlungen einführen. Als ersten Schritt in Richtung Verbot. Alibihalber hat die EU- Kommission dazu eine Online- Befragung gestartet. Darin heißt es unter anderem: „Ein wesentliches Merkmal von Bargeld ist, dass es anonyme Transaktionen ermöglicht. Diese Anonymität kann missbraucht werden…“ Aha, deshalb soll also Bargeld eingeschränkt bzw. verboten werden. Jetzt dreht diese Jahrmarkt- Gauklertruppe aber vollends durch. Mit einem Auto kann ich (noch!) einigermaßen anonym durch die Gegend fahren. Das Auto kann aber auch missbraucht werden, wie z. B. jetzt wieder beim Attentat in London. Also sollte man Autos auch verbieten und Küchenmesser und Äxte und was weiß ich was noch; kann alles missbraucht werden. Jetzt soll Bargeld also eingeschränkt werden, der nächste Schritt ist ein Verbot und dann können wir ohne Gegenwehr geplündert werden; vom Staat und von den Banken. Keine Möglichkeit mehr, Negativzinsen oder Spesen zu entkommen und außerdem gibt es dann eine 100prozentige Kontrolle über alle Zahlungen.

Die Politik lässt Terroristen ins Land und wegen möglicher Terrorfinanzierung soll der Bargeldverkehr eingeschränkt werden. Dafür macht sich die EU- Kommission stark. Gegen Steuerparadiese wie z. B. Luxemburg kann oder will sie nichts unternehmen. Kein Wunder, wenn der heutige EU- Chef Juncker dieses „Steuervermeidungsparadies“ vor Jahren selbst geschaffen hat. Das auf sogenannte „Offshore- Paradiese“ verschobene Geld in unvorstellbaren Größenordnungen kann z. B. auch für terroristische Zwecke verwendet werden und keine EU unternimmt was dagegen. Es ist auch nichts davon zu hören, dass die EU- Kommission etwas gegen die Geldtransfer- Firmen unternehmen würde. Über diese Firmen werden Milliardenbeträge in Bargeld in den Nahen und Mittleren Osten und nach Afrika transferiert; also in Krisen- und Kriegsregionen. Vielleicht auch zur Terrorfinanzierung.

Wie werden übrigens von gewissen Regierungen ihre befreundeten Kriegsparteien, z. B. in Syrien, finanziell unterstützt? Etwa auch mit Bargeld?

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