Mit der Entfernung von Frau Thurnher aus der ORF- Sendung „In Zentrum“ meinte man, es müsse die Linkslastigkeit und Einseitigkeit der Sendung und der Moderatorin zu Ende sein. Die Nachfolgerin, Frau Reiterer, erweckte anfangs auch den Eindruck einer Zunahme der Objektivität, zu der der Staatssender auch verpflichtet wäre. Mit jeder Sendung verschwand jedoch ein Stück mehr der Hoffnung auf Besserung. Trauriger „Höhepunkt“ dieser Rückentwicklung auf das alte Niveau war jetzt in der Sendung am 2. April mit dem Titel: „SOS im Mittelmeer – wie voll ist das europäische Boot?“ Im Zuge der Diskussion, bei der viele Kopfschüttel- Argumente zu hören waren, wurde die brillante Nahost- Expertin Frau Kneissl von einem Menschenrechtsaktivisten grob beleidigt und es passierte – nichts! Frau Reiterer reagierte in keiner Weise darauf, dass Frau Kneissl da eben beleidigt wurde. Peinlich und beschämend! Es wäre ihre Pflicht gewesen, da einzuschreiten, aber Frau Kneissl ist halt keine bedingungslose Befürworterin einer hemmungslosen Massenmigration, sondern sie ist sachlich bleibende und objektive Expertin.

Der ebenfalls anwesende ÖVP- Generalsekretär hatte dann soviel Mumm, den Herrn Menschenrechtsaktivisten zur Rede zu stellen und somit das zu tun, was Sache der Frau Reiterer gewesen wäre. Die hat mit Nichtstun gezeigt, dass sie in die linken Fußstapfen ihrer Vorgängerin Thurnher steigt. Die Objektivität des Staatsfunks ORF ist nicht mehr als ein Gerücht.

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