Jetzt wurde die Richtung bestätigt: Es geht im Syrien- Krieg vordergründig nicht gegen den IS, sondern um die Vertreibung Assads bzw. um die Zerstörung Syriens. Es soll zu einem zweiten Libyen werden und auf keinen Fall darf Assad siegen. Das war eigentlich schon lange klar, aber mit dem US- Raketenangriff als Reaktion auf einen Giftgaseinsatz wurde das bestätigt. Diese Attacke war eine Vorverurteilung Assads ohne Beweise; ein Kriegsakt ohne UN- Mandat gegen einen souveränen Staat. Beim Giftgaseinsatz in Syrien im Jahr 2013 mit mehr als 1.000 Toten wurde ebenfalls Assad vorverurteilt. Viel später erst stellte sich heraus,dass das Giftgas über die Türkei an Rebellen bzw. Terroristen geliefert wurde und der Einsatz Assad in die Schuhe geschoben werden sollte.

Der Kampf gegen den IS in Syrien und im Irak wird vom Westen ja nur halbherzig betrieben. Erst vor Kurzem wurde die Vermutung geäußert, dass Großbritannien und Frankreich nicht an einer Vernichtung des IS interessiert seien und im Irak ließ man IS- Truppen aus zurückeroberten Städten relativ unbehelligt samt ihren Waffen abziehen; Richtung Syrien zum nächsten Einsatz. Gegen Assad. EU- Staaten stellen sich jetzt hinter die USA und befürworten den US- Militärschlag. Die Heuchler und Lügner in der EU  sprechen natürlich auch davon, dass der Krieg schnellstens beendet werden muss und dass nur ein neues und demokratisches Syrien dauerhaften Frieden bringen wird. So wie in Libyen. Oder im Irak. Oder wie in anderen „demokratisierten“ Ländern. Wenn sie wirklich an Frieden interessiert wären, dann bräuchten sie nur die freundliche Unterstützung sogenannter Rebellen und Oppositionsgruppen einstellen und dafür sorgen, dass der IS und andere Terrorgruppen vernichtet werden. Aus sicherer Deckung heraus den Sturz Assads vorantreiben und das Land in ein Trümmerfeld verwandeln, hat nichts mit ehrlichen Friedensbemühungen zu tun. Aber wie sagte schon Bertold Brecht: „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“. Für „Fressen“ steht heute „Geschäft“.

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