Es wird, nicht zum ersten Mal, wieder darauf hingewiesen: „Jeder 4. „Minderjährige“ erwachsener Flüchtling“. Dieser „Krone“- Artikel zeigt ein altes und altbekanntes Problem auf: Österreichische Beamte lassen sich von Asylwerbern anscheinend leicht übertölpeln, wenn es um deren Alter geht. Zur Ehrenrettung der Beamten kann man die Vermutung äußern, dass sie „von oben“ unter Druck gesetzt werden, das jugendliche Alter der Herren Asylwerber nicht zu viel zu hinterfragen. Für die Asylwerber geht es um sehr viel, wenn sie als „jugendlich“ durchgehen. Keine Abschiebung ins EU- Erstankunftsland, nicht in Massenquartieren untergebracht, Familiennachzug so gut wie gesichert und es heißt, dass es auch mehr Geld gibt. Für den Staat geht es aber auch um sehr viel. Der österreichische Staat legt für einen minderjährigen unbegleiteten Flüchtling pro Monat mehr Geld auf den Tisch als für einen Österreicher, der als Pflegefall in der Stufe 7, der höchsten Pflegestufe, eine 24- Stunden- Pflege braucht. Das Pflegegeld in Stufe 7 beträgt mit Stand vom 1. 1. 2016 pro Monat 1. 688,90 Euro. Für einen minderjährigen Flüchtling werden etwa 3.000 Euro hingelegt. Eine Altersfeststellung kostet etwa 900 bis 1.000 Euro.

2016 hatte das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) bei 2.252 unbegleiteten minderjährigen Asylwerbern den begründeten Verdacht auf falsche Altersangaben. Bei den durchgeführten Altersfeststellungen wurden 919  Asylwerber, das sind 41 Prozent, als volljährig eingestuft. Da geht es um Millionen, die beim Fenster hinausgeworfen werden, nur weil die Regierung untätig bei dem Problem ist. Wenn dann Privatpersonen oder NGO`s oder Vertreter von Parteien daherkommen und diesen Betrug kleinreden wollen oder meinen,ein Prüfverfahren würde diese Menschen unnötig mit Röntgenstrahlen belasten oder es sei ein Eingriff in die Privatsphäre, dann müsste man diese Leute und Vereine eigentlich wegen Beihilfe zum Betrug anklagen. Für den Asylwerber hat eine aufgedeckte „Alterslüge“ keine Konsequenzen; vom Innenministerium heißt es dazu: „Es gibt keine Automatischen Rechtsfolgen“. Allerdings gibt es neuerdings bis zu 5.000 Euro Strafe, wenn sich jemand mit falschen Angaben einen Aufenthaltstitel erschleicht. Aber auch nur theoretisch und eben „bis zu“. Wenn der aufgedeckte Altersbetrüger kein Geld hat und vom Staat lebt, wird er wohl auch nichts zahlen müssen.

Dieser Betrug kostet Jahr für Jahr Millionen und es wird ungestraft so weitergehen. Es werden die Mitarbeiter der Behörden nicht bestraft, es werden die Betrüger nicht bestraft und es werden zu wenig Untersuchungen gemacht. Es geht ja nur um Steuergeld, das man den Österreichern abpresst.

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