Ja, man merkt, dass der Wahlkampf in Fahrt kommt. Wie soll man es sonst verstehen, dass Bundeskanzler Kern plötzlich Flüchtlingslager außerhalb Europas fordert, um das Problem der Massenmigration in den Griff zu kriegen. Er weiß natürlich, (und deshalb fordert er das ja) dass es bis zur Durchsetzung noch eine gefühlte Ewigkeit dauern wird und bis dahin die Flutung Europas mit Migranten weitergeht. Warum fordert Kern nicht, dass Küstenwache und NGO- Boote die „Geretteten“ nach z. B. Libyen zurückbringen müssen bzw. nicht mehr von dort abholen dürfen? Warum fordert er nicht, dass Italien seine Grenzen schützen muss, andernfalls EU- Geld und EU- Hilfe gestrichen wird? Das wurde ja anderen Staaten auch schon angedroht. Richtig; dann kämen ja wirklich weniger. Dr. Wallentin hat in der „Sonntags- Krone“ unter dem Titel „Der falsche Weg“ punktgenau beschrieben, wie das falsche Spiel im Mittelmeer abläuft und die EU- Bevölkerung für dumm verkauft wird.

Dass für Flüchtlingslager in Nordafrika bezahlt werden muss, ist klar. Dort kann aber mit z. B. 1.000 Euro wesentlich mehr geholfen werden als in Österreich und dort müssen sich auch die sog. Hilfsorganisationen keine goldene Nase verdienen. In diesen geforderten Flüchtlingslagern sollten dann auch all jene Menschen hingebracht werden,die sich illegal in Österreich aufhalten. Für z. B. die Hälfte der Summe, die uns diese Menschen in Österreich kosten, könnten in diesen Lagern wesentlich mehr Leute versorgt werden. Wenn man ausnahmsweise einmal die ehrlichen Kosten heranziehen würde, die den österreichischen Steuerzahlern z. B. 40.000 jährliche Neuankömmlinge (so viele kommen ja locker; es werden bloß nicht alle „zum Verfahren zugelassen“ und somit scheinen sie nicht mehr auf) aus dem Morgenland oder aus Afrika kosten, dann sollte man sich aber ernsthaft bemühen, den Nachschub schnellstens abzustellen und das müsste uns aus finanziellen Gründen schon einiger wert sein. Gesellschaftliche Gründe und sicherheitspolitische Überlegungen gehen darüber hinaus. Aber was bringen diese Gedankenspiele, der Vorschlag Kerns ist nicht ernst zu nehmen. Es ist Wahlkampfgetöse und laut gedacht über Sachen, die man machen sollte, haben schon viele Politiker. Alles Ankündigungen, aber keine Umsetzungen. Nur Sprechblasen wie bei Comics.

„Der falsche Weg“:

Advertisements