„Obama unter Beschuss – 400.000 Dollar für Vortrag vor Wall- Street- Bankern“, so lautet momentan eine Schlagzeile. So viel wird Obama also für eine Rede vor Bankern kassieren, die er während der Finanzkrise massiv kritisierte. Wobei man dazusagen muss, dass die weltweite Finanzkrise von 2008 von US- Bankern verursacht wurde. Von diesen Leuten lässt sich der demokratische Ex- Präsident für eine Rede von vielleicht zwei Stunden mehr als fürstlich bezahlen. Für eine Rede, die vielleicht sogar aus der Feder eines „Ghostwriters“ stammt. Er wird mit dieser Rede allein etwa so viel wie das Brutto- Jahresgehalt als US- Präsident verdienen. Er muss als US- Präsident zumindest aus der Sicht von reichen und einflussreichen Freunden alles richtig gemacht haben. Es werden sicher noch weitere Einladungen als Redner folgen; Reden halten ist unter Ex- Präsidenten zu einem sehr lukrativen Geschäft geworden. Diese Rednerhonorare sind aber ein Klacks gegen das, was Obama und seine Frau für die Rechte auf ihre gemeinsamen Memoiren geboten wurde, nämlich 60 Millionen Dollar! Sind diese Memoiren deshalb so viel wert, weil er über die volle Regierungszeit von 8 Jahren Krieg führte, weil er 2009 den Friedensnobelpreis bekam, weil er die Schulden der USA von etwa 10 Billionen auf etwa 20 Billionen verdoppelte, weil er die ganze Welt ausspionierte, weil er einen höchst interessanten Lebenslauf zu bieten hat oder warum sonst?

Obama wurde eventuell von einem anderen Ex- Präsidenten, nämlich Bill Clinton, inspiriert. Der war von 1993 bis 2001 US- Präsident und die Clintons waren, wie Hillary Clinton erzählte, am Ende seiner Präsidentschaft total pleite gewesen. Die Nachrichtenagentur AP hat errechnet, dass Bill Clinton aber allein von 2009 bis 2012, während seine Frau US- Außenministerin war, mindestens 50 Millionen Dollar für Reden und andere Auftritte kassierte, wobei der teuerste Auftritt 500.000 Dollar brachte. Eine andere Quelle spricht von rund 80 Millionen für Auftritte und Reden bis 2013. Es wurde natürlich auch ein Buch geschrieben; die Rechte brachten 15 Millionen. Ein Magazin brachte übrigens schon 2014 einen Artikel mit dem Titel: „Geldmaschine Clinton: 163 Millionen US- Dollar in 11 Jahren“. Gegen Ende dieses Artikels ist dann zu lesen: „Mit ihrem Einkommen von fast 15 Millionen Dollar pro Jahr lassen die Clintons übrigens den mächtigsten Mann der Welt hinter sich: Barack Obama, US- Präsident und somit Nachfolger Bill Clintons, besitzt laut Pflichtangaben zwischen 2 und 7 Millionen Dollar und  verdient 440.000 Dollar im Jahr“. Und dann gibt es da noch die „Clinton Foundation“, die in der Kritik stehende familieneigene Stiftung, für die angeblich mehr als 2 Milliarden Dollar eingesammelt wurden.

Die Obamas und die Clintons nennen sich Demokraten und wollen die „Alltagsamerikaner“ vertreten. Hillary sah sich sogar als Vorkämpferin für Arme. Tatsächlich gehören sie zum Geldadel und zu einer abgehobenen Elite, die das reale Leben der Durchschnittsmenschen nicht mehr kennt und welches sie auch nicht berührt. Sie waren den Reichen zu Willen und deswegen sind sie heute selbst reich.

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