Die USA müssen wieder einmal die Schuldenobergrenze hinaufsetzen, da sonst die Zahlungsunfähigkeit droht. (Irgendwie komisch; die Schulden erhöhen, um nicht zahlungsunfähig zu werden) Rund um den US- Dollar schaut es aber auch nicht besonders gut aus. China z. B. war bis vor etwa 4 Jahren der größte Gläubiger der USA; die Chinesen hielten zur Spitze US- Staatsanleihen von etwa 1,3 Billionen Dollar. Sie haben aber begonnen, die „Treasuries“ genannten Papiere abzustoßen und die eigene Währung zu stützen und sie halten jetzt US- Staatsanleihen um nur mehr 1,05 Billionen Dollar und sie sind damit hinter Japan zurückgefallen, die momentan US- Papiere um 1,1 Billionen halten. Diese zwei Staaten, Japan und China, halten die USA wirtschaftlich am Leben. Wenn sie weiterhin US- Papiere kaufen oder zumindest nicht verkaufen und da liegt das Problem. China hat also für mehrere hundert Milliarden US- Anleihen verkauft und hat seine Goldbestände aufgestockt. Auch Russland hat in den letzten Jahren US- Anleihen für etwa 60 Milliarden verkauft und sich statt dessen ebenfalls Gold zugelegt.

Diesen beiden Ländern kann man nicht unbedingt US- Hörigkeit nachsagen und man hat den Eindruck, dass sie sich im günstigsten Fall gegen Zahlungsschwierigkeiten der USA absichern wollen, im weniger günstigen Fall den US- Dollar schwächen oder aus dem Dollar- System aussteigen wollen. Russland arbeitet ja auch an einem eigenen Zahlungssystem, um sich, wenn nötig, vom US- dominierten SWIFT- System lösen zu können. Die BRICS- Staaten, aber auch andere Staaten, rechnen Geschäfte untereinander immer öfter in den jeweiligen Landeswährungen ab und nicht mehr in Dollar. Der „Petro- Dollar“, eine oder sogar die Säule der US- Währung, ist in Gefahr. Der US- Dollar als Weltleitwährung kommt gehörig unter Druck. Mit der Abkehr vom Dollar, mit goldgedeckten Währungen und mit dem Verkauf der amerikanischen Schuldscheine, also der Staatsanleihen, wird dieser Druck erzeugt. Gerade die Schulden belasten die USA. Mit 106 Prozent des BIP sind sie wesentlich höher als jene Russlands mit nur 21 Prozent oder jene Chinas mit 46 Prozent des BIP. Dieser Kampf mit dem Geld und der Währung als Waffe ist eine Form des Kampfes um die Vormachtstellung auf der Welt.

Der „Greenback“ verblasst.

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