Lange genug haben Rot und Schwarz ihre Spielchen getrieben, bis es dem „Bis- vor- Kurzem- noch“- Vizekanzler Mitterlehner auch aus persönlichen Gründen reichte und er von allen Funktionen zurücktrat. Dass er damit die finale Regierungskrise auslöste, war klar und jetzt geht der Eiertanz um vorgezogene Wahlen ja oder nein richtig los. Es wird wohl zu Neuwahlen kommen und Außenminister Kurz wird die ÖVP übernehmen. Ob zur Gänze, so wie Mitterlehner, oder in Teilen, wird sich zeigen. Es wird sich auch zeigen, ob er den Vizekanzlerposten zusätzlich übernehmen wird oder nicht. Kanzler Kern ist jedenfalls sauer, weil sein Angebot einer sogenannten „Reformpartnerschaft“ dankend abgelehnt wurde, legt Kurz den Rücktritt nahe und will jedenfalls keine Neuwahlen. Naja, so viel weiß er auch, dass da nicht viel zu holen ist für die SPÖ. Die ÖVP weiß wiederum , dass ein „Kurz- Bonus“ bald verpuffen würde und drängt auf Neuwahlen; so wie auch die Opposition mit Ausnahme von TS. Der Wiener Bürgermeister Häupl ist so wie die SPÖ nicht erfreut über Neuwahlen, die schmeißen ihm seine Rücktrittspläne über den Haufen. Man hat den Eindruck, die Roten haben mächtig Schiß vor Neuwahlen. Ist aber in der Situation die beste Lösung. Dieser Urnengang wird aber auch seinen Niederschlag in Europa finden. Eben erst jubelten alle „Europäer“, weil die „Rechte Gefahr“ in Frankreich abgewendet wurde und jetzt schreiben deutsche Zeitungen schon: „Europa muss mit FPÖ in Regierung rechnen“. Als ob das den Untergang des Abendlandes bedeuten würde.

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