Die Fluchtroute über das Mittelmeer erweist sich als wesentlich „schließungsresistenter“ als ursprünglich angenommen. Das ist großteils aber dem Umstand zu verdanken, dass Küstenwachen aus EU- Staaten, Frontex und vor allem NGO´s ausnahmslos nach Europa „retten“, mit Schleppern zusammenarbeiten und als Wassertaxis fungieren. Solange diese Missstände weder von den einzelnen Staaten noch von der EU abgestellt, angeklagt oder mit Sanktionen belegt werden, sind Behauptungen über eine gewünschte Reduzierung des Flüchtlingsstroms nicht glaubwürdig. Es gab ja auch schon Gespräche mit der vom Westen anerkannten Regierung Libyens, deren Küstenwache zu verstärken und ihr behilflich zu sein beim Kampf gegen Schlepper und illegale Migranten. Jetzt wird die Diskussion ausgedehnt; es wird schon eine militärische EU- Mission an der Südgrenze Libyens gefordert, um die Flüchtlinge an einem illegalen Grenzübertritt in das Transitland Libyen auf dem Weg nach Europa und das Massensterben im Mittelmeer zu verhindern. Diese Forderung kommt jetzt einmal von Italien, Deutschland und auch Österreich.

Wenn man sich diese Misere zu Gemüter führt, kommt man aber nicht umhin, eine Frage zu stellen. Die Frage nämlich, wer vor ein paar Jahren, nämlich 2011, scharf drauf war, ein relativ sicheres und wirtschaftlich gut dastehendes Libyen zu zerstören und in den Zustand zu bomben, in dem es heute noch ist. Die, die dieses Chaos gefordert und auch vorangetrieben haben, müssen entweder Kriminelle oder völlige Idioten gewesen sein. Der ermordete Gaddafi sah auch kommen, was gekommen ist und sagte: „…Ihr werdet von einer Immigrationswelle aus Afrika überschwemmt werden, die von Libyen aus nach Europa überschwappt. Es wird niemand mehr da sein, um sie aufzuhalten“.

Mangels eines Gaddafi- Ersatzes überlegen die Europäer jetzt, mit militärischen Mitteln selbst die libysche Grenze zu Niger, Tschad und Sudan dicht zu machen.

Advertisements