Schon vor ein paar Tagen war im Netz ein sehr aufschlussreicher Artikel zu lesen; die Überschrift lautete: „Italien sperrt Mittelmeer- Route wegen G7- Gipfel“. Im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsansturm wird schon lange Zeit darüber gejammert, dass ein Dichtmachen der Schlepperroute über das Mittelmeer nach Italien bzw. Sizilien zur Zeit ein nicht lösbares Problem ist. Für den G7- Gipfel hingegen scheint es kein Problem zu sein, dieses Problem zu lösen. Schon Tage vor dem G7- Gipfel, der ja auf Sizilien abgehalten wird, ist es Unbefugten und Schiffen strengstens verboten, in sizilianischen Häfen anzulegen. Zusätzlich gibt es natürlich die üblichen Sicherheitsvorkehrungen für die hohen Gäste inklusive Passkontrollen durch italienische Beamte am Brenner, der Grenze zu Österreich. In der Gegenrichtung, aus Italien heraus, sind solche Kontrollen für österreichische Beamte laut EU- Kommission natürlich nicht zulässig.

Was das Anlegen von Schiffen in sizilianischen Häfen betrifft, dürfte mit den NGO´s eine Übereinkunft getroffen worden sein. Abgesehen von Rettungen „im Akkord“ vor der Sperre (fast 4.500 „Gerettete“ zum Wochenende) dürfte es heißen, entweder die Rettungen für ein paar Tage aussetzen oder nach Malta ausweichen, falls das den „Geretteten“ genehm ist. Ab 28. Mai, nach dem Ende des Gipfels, kann dann der Rückstau in Sachen Rettung aus Seenot abgearbeitet werden. Der G7- Gipfel bestätigt eindrucksvoll, dass eine Schließung der Schlepperroute über das Mittelmeer möglich ist. Geht das für Sizilien, ginge es auch für das italienische Festland. Wenn es denn erwünscht wäre. Das ist aber der springende Punkt; allen Beteuerungen zum Trotz soll ja der Zuzug ungehemmt weiter gehen . Übrigens; als die „bösen Populisten“ vor langer Zeit diese Sperre forderten, wurden sie massiv attackiert. Für die überaus wichtigen G7- Teilnehmer ist das eine notwendige Selbstverständlichkeit.

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