Wieder ein Terroranschlag; dieses Mal nach einem Konzert in Großbritannien. Wieder viele Tote und Verletzte. Wieder beansprucht der IS das Attentat für sich; ein „Soldat des Kalifats“ war es, heißt es in einer Mitteilung des IS. Und wieder melden sich die Politiker zu Wort. Ernste und betretene Mienen sind es, mit denen sie in die Kameras blicken und von feige, verwerflich, geschockt, von sinnloser Attacke, von den Gedanken bei den Familien der Opfer, von großer Trauer usw. ist die Rede und davon, dass man sich vom Terror nicht unterkriegen lasse und dass die Terroristen unseren Lebensstil nicht ändern werden und dass man allen Terroristen trotzen werde. Schöne und salbungsvolle Worte, aber warum sind sie so schwer zu glauben?

Die Terroranschläge in Europa haben ihre Wurzeln einmal in den Kriegen im nahen Osten und in Nordafrika, also in der islamischen Welt, und es sind durchwegs Kriege, die die westliche Welt entweder begonnen oder sich in sie eingemischt hat oder sie als Stellvertreterkrieg mit entsprechender Unterstützung führen lässt. Die Wurzeln des Terrors sind aber auch in der Massenzuwanderung zu finden und da wie dort sind Politiker dafür zuständig; für die Kriege genau so wie für die Zuwanderung. Auch die Entstehung des IS wurde politisch und militärisch gefördert. Nach einem Terroranschlag dann mitfühlende Worte spenden, ist fast billig. Es wäre wahrscheinlich ehrlicher, zu schweigen.

Wenn heute Fachleute sagen, „EU ist erstrangiges Ziel der Terroraktivitäten“, dann wird das stimmen. Die Politik sollte dann aber auch die notwendigen Maßnahmen setzen und nicht nur Ratschläge erteilen wie „vorsichtig sein“. Im Hinblick auf Terror in Europa gibt es übrigens eine denk- würdige Aussage aus berufenem Munde: „Ich will hier nicht bleiben. Ich gehe nach Idlib und will [dann weiter] in die Türkei und dann nach Europa gehen“. Diese Aussage stammt von einem der Terroristen, die jetzt die syrische Stadt Homs verlassen haben und der Reuters ein Interview gab.

Advertisements