Die Türkei hat also erreicht, dass Österreich aus den Partnerschaftsabkommen mit der NATO hinausgeworfen wird. Das ist die Retourkutsche der Türken dafür, dass Österreich – berechtigt – einen sofortigen Abbruch der Beitrittsverhandlungen zwischen der EU und der Türkei fordert. Es gehört selbstverständlich auch die „Heranführungshilfe“ in Milliardenhöhe, die die EU der Türkei z. B. für den Aufbau einer „unabhängigen Justiz“ zahlt, sofort ersatzlos gestoppt. Österreichische Politiker drohen wegen der Aufkündigung dieser Partnerschaftsabkommen mit einem „Riesenwirbel“ beim NATO- Gipfel in Georgien. Sie wollen die NATO vor die Wahl stellen: Entweder Österreich oder die Türkei. Da wird die NATO aber gleich in die Knie gehen; bei der Forderung! Die wird zu Gunsten Österreichs, welches nur Mitglied des Euro- Atlantischen Partnerschaftsrates (EAPR) ist, auf die 400.000 Mann starke Armee der Türkei verzichten. Nur; als angeblich noch immer neutraler Staat müsste sich Österreich ohnehin so weit wie möglich von der NATO distanzieren. Momentan hat man ja eher den Eindruck, als würde eine baldige Mitgliedschaft beim „Nordatlantischen Pakt“ vorbereitet; zumindest lässt die Anzahl der Übungen und Manöver mit österreichischer Beteiligung diesen Schluss zu. Auch bei den Beschaffungen des Bundesheeres wird schon darauf geachtet, dass sie NATO- konform sind.

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