Der von vielen Leuten umjubelte und hoch geachtete Milliardär, Großinvestor, Philanthrop und Gründer der „Open Society Foundations“, der ungarisch- stämmige George Soros, war in letzter Zeit politisch sehr aktiv. Bei einer Rede vor dem Brüsseler Wirtschaftsforum attackierte der US- Spekulant Soros seinen Lieblingsfeind, den ungarischen Regierungschef Orban ungewöhnlich heftig und sagte, das Regime Orban hätte aus Ungarn einen Mafiastaat mit Täuschung und Korruption errichtet. Er, Soros, sei „ermutigt von der energischen Weise, mit der die europäischen Institutionen auf die Herausforderungen antworten, die von Polen und von Ungarn ausgehen“. Soros vertritt auch die Meinung, dass es nicht zum Brexit kommt. Er meint, die Austrittsverhandlungen könnten nicht, wie vorgeschrieben in zwei Jahren erledigt sein, sondern würden wahrscheinlich fünf Jahre dauern. Dadurch könnten, bei einer richtigen Steuerung der Verhandlungen, die Briten zu einem Verbleib in der EU überredet werden. Dazu sollte die EU aber auch die Trennung zwischen Eurozone und dem Rest der EU aufheben. Der „Edeldemokrat“ Soros will also die Volksabstimmung der Briten außer Kraft setzen und die Briten sollen bei der Gelegenheit auch gleich ihr geliebtes Pfund aufgeben und den Euro annehmen. Das hätten sie, wenn sie gewollt hätten, aber längst tun können. Sie haben sich aber mit der Euro- Verweigerung sicher viel Geld und Ärger erspart.    Soros hat in Brüssel mit mehreren EU- Kommissaren Gespräche geführt. Einer davon war der Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenschutz, Christos Stylianides. Da ging es sicher um die „Rettung“ von Flüchtlingen im Mittelmeer durch von ihm finanzierte NGO´s. Zu den Lieblingsthemen von Soros gehören ja „offene Gesellschaften“ und die dafür notwendige Migration. Er macht sich jedenfalls auch Sorgen um die EU und sieht deren Zukunft pessimistisch: „Die EU befindet sich auf Grund ihrer dysfunktionalen Institutionen in einer existenziellen Krise“ und sie sei umgeben von „feindlichen Kräften“. Im Inneren werde sie bedroht durch den Aufstieg von antieuropäischen, fremdenfeindlichen Parteien, die den Werten der EU „diametral gegenüber stehen“.

Soros will aus dem Europa, wie es einmal war, ein Afrika und zugleich Vorderasien machen und will nicht einsehen, dass viele Europäer dafür kein Verständnis haben.

Advertisements